Wutachschlucht
Eine wilde Schlucht, in zehntausend Jahren eingeschnitten, nachdem ein Fluss angezapft wurde und die Richtung wechselte.
Die Wutach floss einst nach Osten zur Donau; vor rund zehntausend Jahren grub sich das Rheinsystem rückwärts ein und zapfte sie an, und der Fluss wechselte auf einen weit steileren Lauf zum Rhein, wobei er geologisch gesehen fast über Nacht eine etwa dreißig Kilometer lange und bis zu hundertsiebzig Meter tiefe Schlucht schnitt. Die Wände legen eine Gesteinsfolge vom Granit über die Trias- bis zu den Juraschichten frei, und weil die Schlucht weitgehend unbewirtschaftet blieb, hält sie eine ungewöhnlich reiche Flora und Fauna, mit über zwölfhundert nachgewiesenen Pflanzenarten. Der Hauptweg läuft am Fluss entlang über Brücken und Leitern, und Hochwasser beschädigt ihn regelmäßig.
Was du tatsächlich siehst
- Die Flussanzapfung - eine Schlucht, rasch eingeschnitten, als der Fluss die Richtung wechselte.
- Die Gesteinsfolge - vom Granit bis zu den Juraschichten, in den Wänden freigelegt.
- Den unbewirtschafteten Wald - liegen gelassene Bäume und Kiesbänke.
- Den Weg - eine Uferroute über Brücken, Leitern und raue Pfade.
Wann du hinfahren solltest
Mai bis Oktober; der Weg ist im Winter und nach Hochwasser gesperrt, was in den meisten Jahren vorkommt und Abschnitte monatelang schließen kann. Prüf vor dem Aufbruch den aktuellen Zustand.
Ehrliche Erwartungen
Abschnitte schließen nach Hochwasser, mitunter für eine ganze Saison. Die vollständige Wanderung ist lang, mit wenigen Ausstiegen. In weiten Teilen der Schlucht gibt es keinen Handyempfang.
In der Nähe
Der Feldberg liegt im Nordwesten; die Schweizer Grenze im Süden.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.