Barbarossahöhle
Eine der weltweit sehr wenigen Höhlen in Anhydrit, dessen quellendes Gestein die Decke in seltsam gefalteten Lappen hängen lässt.
Bergleute brachen 1865 bei der Suche nach Kupfer in die Höhle ein. Sie entstand in Anhydrit, einem Kalziumsulfatgestein, das bei Wasseraufnahme quillt und sich in Gips umwandelt, ein Vorgang, der die Decke hebt und faltet; das Ergebnis sind graue Gesteinslappen und -platten, die in Formen hängen, wie sie der Tropfstein von Kalkhöhlen nicht kennt, mit unterirdischen Seen, die sie spiegeln. Nur eine Handvoll Höhlen weltweit ist in diesem Gesteinstyp für Besucher geöffnet. Die Sage legt den schlafenden Kaiser Friedrich Barbarossa unter den Kyffhäuser, was der Höhle nach ihrer Öffnung den Namen gab; die Geschichte ist mittelalterlich und haftet an mehreren Orten.
Was du tatsächlich siehst
- Die Anhydritdecken - graues Gestein, durch Quellen gehoben und gefaltet.
- Die unterirdischen Seen - stilles Wasser, das die hängenden Platten spiegelt.
- Den Gesteinstyp - eine Höhlenform, die nur an sehr wenigen Orten zugänglich ist.
- Die Barbarossasage - eine mittelalterliche Geschichte, nach der Entdeckung 1865 angeheftet.
Wann du hinfahren solltest
Ganzjährig; die Höhle hält etwa neun Grad, und Führungen laufen zu festen Zeiten. Sie ist trockener als Kalkhöhlen, aber dennoch kühl. In den Schulferien hilft Buchen.
Ehrliche Erwartungen
Es gibt keinen Tropfstein der üblichen Art, was Besucher überrascht, die Stalaktiten erwarten. Der Zutritt erfolgt nur mit Führung und mit Stufen. Es gelten Regeln fürs Fotografieren.
In der Nähe
Bad Frankenhausen liegt im Osten; der Harz im Norden.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.