Atta-Höhle
Eine 1907 durch Sprengungen im Steinbruch entdeckte Höhle, deren Luft zur Behandlung von Atemwegserkrankungen genutzt wird.
Steinbrucharbeiter, die im Juli 1907 bei Attendorn Kalkstein sprengten, brachen in ein Höhlensystem ein, und es wurde binnen Monaten für Besucher geöffnet. Der Schauweg führt etwa fünfhundertsiebzig Meter an Hallen mit Stalaktiten, Sinterröhrchen und Vorhängen vorbei, wobei die Formen durch Eisen und andere Minerale im Gestein ungewöhnlich farbig sind. Jenseits der Besucherstrecke werden weitere Gänge für Speläotherapie genutzt: Patienten mit Asthma und anderen Atemwegserkrankungen halten sich in der Höhlenluft auf, die nahezu staub- und pollenfrei ist und eine gleichbleibende Feuchte hält, eine im deutschen Gesundheitswesen angebotene Behandlung. Die Temperatur bleibt bei etwa neun Grad.
Was du tatsächlich siehst
- Die farbigen Formen - Tropfstein, von Eisen und anderen Mineralen getönt.
- Die Entdeckung von 1907 - eine durch Sprengungen geöffnete und binnen Monaten gezeigte Höhle.
- Die Therapiegänge - Abschnitte zur Behandlung von Atemwegserkrankungen.
- Den Schauweg - etwa 570 Meter Steg durch die Hallen.
Wann du hinfahren solltest
Ganzjährig; die Höhle hält etwa neun Grad, im Sommer braucht man also eine Jacke. Führungen laufen zu festen Zeiten, in der Saison häufiger. An Sommerwochenenden hilft Buchen.
Ehrliche Erwartungen
Der Zutritt erfolgt nur mit fester Führung, mit Stufen auf der ganzen Strecke. Die Therapieabschnitte gehören nicht zur Besucherstrecke. Es ist kühl und feucht.
In der Nähe
Der Biggesee liegt nah; Winterberg im Osten.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.