Blautopf
Ein intensiv blauer Quelltopf, gespeist von einem gefluteten Höhlensystem, das Taucher über Kilometer vermessen haben.
Der Blautopf ist der Austritt eines großen Karstsystems, das die Schwäbische Alb entwässert, ein trichterförmiger Topf von etwa einundzwanzig Metern Tiefe, dessen Wasser tiefblau erscheint; die Farbe entsteht durch sehr feine Kalkteilchen, die das Licht streuen, nicht durch Farbstoff oder mineralische Tönung, und sie wechselt mit Licht und Schüttung. Höhlentaucher erkunden das geflutete System dahinter seit den 1950er-Jahren und haben mehr als fünfzehn Kilometer Gänge vermessen, darunter große luftgefüllte Hallen, die nur durch Tauchen unter Siphons erreichbar sind. Eduard Mörike verlegte seine Geschichte von der schönen Lau, einer im Topf lebenden Wassernixe, hierher. Eine restaurierte Hammerschmiede steht daneben.
Was du tatsächlich siehst
- Den blauen Topf - eine Farbe, erzeugt von feinen Kalkteilchen im Wasser.
- Das Höhlensystem - über fünfzehn Kilometer, von Tauchern dahinter vermessen.
- Die Hammerschmiede - eine restaurierte Schmiede neben der Quelle.
- Die Mörike-Sage - die Nixengeschichte, die dem Topf anhaftet.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober; die Farbe ist bei hellem Licht und klaren Verhältnissen am stärksten, und starker Regen färbt das Wasser tagelang trüb und braun. Tauchen ist für Besucher nicht möglich.
Ehrliche Erwartungen
Nach Regen verliert der Topf seine Farbe eine Zeit lang völlig. Der Ort ist klein und in einer halben Stunde gesehen. Das Höhlensystem ist außer für Forschungstaucher gesperrt.
In der Nähe
Ulm liegt im Osten; die Albhöhlen des Lonetals im Norden.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.