Grube Messel
Eine Ölschiefergrube, davor bewahrt, eine Mülldeponie zu werden, deren Fossilien Fell, Federn und Mageninhalte erhalten.
Vor achtundvierzig Millionen Jahren war hier ein Maarsee geschichtet, ohne Sauerstoff am Grund und ohne Aasfresser, und Tiere, die hineinfielen, wurden in feinem Schlamm begraben, aus dem Ölschiefer wurde. Die Erhaltung ist außergewöhnlich: Umrisse von Fell und Federn überdauern als Bakterienfilme, ebenso Darminhalte, und in einem Fall eine Stute mit einem ungeborenen Fohlen. Die Grube wurde auf Schiefer abgebaut und in den 1970er Jahren als Deponiestandort ausgewiesen; eine lange öffentliche Kampagne stoppte den Plan, und 1995 wurde sie Deutschlands erstes UNESCO-Weltnaturerbe. Am Rand steht ein Besucherzentrum, und die Sohle wird auf Führungen betreten.
Was du tatsächlich siehst
- Die Erhaltung - Fossilien mit Fell, Federumrissen und Mageninhalten.
- Die Maargrube - einen ehemaligen Ölschieferbruch in einem vulkanischen Krater.
- Die Rettungsgeschichte - einen Deponieplan, gestoppt durch eine öffentliche Kampagne.
- Das Besucherzentrum - Ausstellungsstücke am Rand über dem Abbau.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober; die Grubensohle erreicht man nur auf gebuchten Führungen, die nicht täglich stattfinden. Das Besucherzentrum ist weiter geöffnet.
Ehrliche Erwartungen
Die besten Fossilien liegen im Senckenberg und in anderen Museen, nicht vor Ort. Die Grube selbst ist ein Steinbruchloch. Der Zugang zur Sohle erfordert die Buchung einer Führung.
In der Nähe
Darmstadt liegt im Südwesten; Frankfurt im Norden.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.