Hiddensee
Eine autofreie Insel westlich von Rügen, auf der ein Hort wikingerzeitlichen Goldschmucks aus den Dünen gespült wurde.
Hiddensee ist etwa siebzehn Kilometer lang und selten mehr als zwei breit, mit einem Moränenhügel am Nordende und einer langen Sandnehrung, die nach Süden läuft. Privatautos sind verboten; man bewegt sich mit Rad, Pferdewagen und zu Fuß. In den 1870er-Jahren spülten Stürme bei Neuendorf Goldschmuck aus den Dünen, sechzehn Stücke skandinavischer Arbeit des 10. Jahrhunderts in Filigran und Granulation, einer der bedeutendsten wikingerzeitlichen Goldfunde des Ostseeraums; die Originale sind in Stralsund. Gerhart Hauptmann, der Dramatiker, verbrachte jahrzehntelang Sommer auf der Insel und ist dort bestattet. Sanddorn wächst über die Dünen.
Was du tatsächlich siehst
- Die autofreie Insel - Fortbewegung nur mit Rad, Pferdewagen und zu Fuß.
- Die Geschichte des Goldhorts - wikingerzeitlichen Schmuck, in den 1870er-Jahren aus den Dünen gespült.
- Den Leuchtturm Dornbusch - einen Turm auf dem Moränenhügel im Norden.
- Das Hauptmann-Haus - das Sommerhaus und Grab des Dramatikers.
Wann du hinfahren solltest
Mai bis September; die Fähren fahren in der Saison mit reduziertem Winterbetrieb und fallen bei Sturm aus. Die Insel ist ruhig und außerhalb der Saison weitgehend geschlossen.
Ehrliche Erwartungen
Keine Autos bedeutet, dass alles getragen oder geradelt wird. Das Gold wird in Stralsund gezeigt, nicht auf der Insel. Bei schlechtem Wetter fahren die Fähren nicht.
In der Nähe
Rügen liegt im Osten; Stralsund auf dem Festland.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.