Viktualienmarkt
Münchens ständiger Lebensmittelmarkt mit rund hundertvierzig Ständen, 1807 vom Marienplatz verlegt und bis heute an sechs Tagen die Woche im Betrieb.
Illustration - eine Szene im Geist des Ortes, kein Foto davon.
Im Jahr 1807 wurde der Lebensmittelmarkt dem Marienplatz zu groß und einen Block nach Süden geschoben, wo er seither geblieben ist. Er ist keine Halle, sondern ein offener Platz fester Stände, rund hundertvierzig davon, viele über Generationen in derselben Familie. Was sie verkaufen, ist schmal und tief: ein Stand für Honig, ein anderer nur für Kräuter, ein Metzger für Weißwurst, Käsehändler, Wild- und Geflügelhändler, Blumengärtner und ein Stand, der nichts als Kartoffeln macht. Der Maibaum in der Mitte trägt bemalte Figuren der Gewerbe, die die Stadt versorgten. Es ist ein arbeitender Markt, der mittags auch Büroangestellte speist, und wie alles andere in Bayern schließt er sonntags.
Was du tatsächlich siehst
- Den Maibaum - blau-weiß, behängt mit bemalten Figuren der alten Gewerbe der Stadt.
- Die Spezialstände - Einproduktehändler für Honig, Kräuter, Wild oder Kartoffeln.
- Die Weißwurst - die weiße Kalbswurst, nach strenger Vormittagsübereinkunft verkauft.
- Die Saisonware - Spargel im Frühjahr, Pfifferlinge, Wild und Kürbisse im Herbst.
Wann du hinfahren solltest
Montag bis Samstag, mit Ständen, die am späten Nachmittag schließen, und dem ganzen Platz zu an Sonn- und Feiertagen. Die Vormittage sind zum Einkaufen da, die Mittagszeit zum Essen im Stehen, und am frühen Abend leert es sich. Der Spargel kommt im April und Mai; Pfifferlinge, Wild und Kürbisse laufen vom Spätsommer in den Oktober.
Ehrliche Erwartungen
Er liegt zentral und ist entsprechend bepreist. Hier kauft München nicht günstig ein, und manche Stände verlangen von Besuchern, was die Lage hergibt. Die Sitzplätze sind begrenzt und geteilt, die Bänke füllen sich mittags, und die Gänge sind eng, wenn Reisegruppen hindurchkommen. Wer sonntags kommt, findet alles geschlossen, was viele Wochenendbesucher überrascht.
In der Nähe
Der Marienplatz und die Altstadt, die Asamkirche und die Feinkostläden der umliegenden Straßen.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.