Berliner Currywurst
Geschnittene Wurst unter Curry-Tomatensauce, 1949 in Berlin erfunden und bis heute das Standard-Stehmittagessen der Stadt an Gehwegbuden.
Illustration - eine Szene im Geist des Ortes, kein Foto davon.
Herta Heuwer wird zugeschrieben, 1949 hinter einem Imbissstand in Charlottenburg Ketchup, Currypulver und ein paar andere Dinge gemischt zu haben, und das Ergebnis ĂŒberdauerte sie bei Weitem. Eine Currywurst ist eine Bratwurst, gegrillt oder gebraten, durch ein Schneidgitter in Scheiben gedrĂŒckt und unter warmer Curry-Tomatensauce begraben, mit mehr Pulver obendrauf gestĂ€ubt. Die erste Entscheidung ist mit oder ohne Darm, mit Haut, die knackt, oder ohne, was weicher ist und als die berlinerischere Wahl gilt. Sie kommt auf einer Papierschale mit einer kleinen Holzgabel und entweder einem Brötchen oder Pommes, im Stehen an einem Brett auf dem Gehweg gegessen. Jeder Bezirk hat einen Stand, fĂŒr den Einheimische streiten, meist den nĂ€chstgelegenen.
Was du tatsÀchlich siehst
- Mit oder ohne Darm - mit oder ohne Haut, die Entscheidung, die die Stadt teilt.
- Die Schneidmaschine - die Wurst, durch ein Gitter in gleichmĂ€Ăige Scheiben gedrĂŒckt.
- Pommes rot-weiĂ - Pommes mit Ketchup und Mayonnaise, die Standardbeilage.
- Das Stehbrett - hĂŒfthohe Bretter vor der Bude, an denen alle im Stehen essen.
Wann du hinfahren solltest
GanzjĂ€hrig und zu fast jeder Stunde, da viele Buden spĂ€t laufen und einige kaum schlieĂen. Die Mittagsschlangen an den belebteren StĂ€nden gehen schnell, weil der Ablauf mechanisch ist. Der Winter ist wohl die richtige Saison: Eine heiĂe Schale an einem kalten Gehwegbrett ergibt im Januar weit mehr Sinn als im Juli.
Ehrliche Erwartungen
Es ist billiges Essen und schmeckt auch so. Die Sauce ist sĂŒĂ, die Wurst gewöhnlich, und eine schlechte ist wirklich schlecht. An touristennahen StĂ€nden sind die Portionen fĂŒr den Preis klein. Es gibt nirgends SitzplĂ€tze, kein Besteck auĂer der Holzgabel, und Vegetarier bekommen wenig mehr als eine Sojaversion. Erwarte keine Offenbarung.
In der NĂ€he
Kreuzbergs Markthalle, die Charlottenburger StraĂen, wo das Gericht begann, und die Buden rund um den Prenzlauer Berg.
Ăffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale SchlieĂungen Ă€ndern sich - prĂŒfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.