Peenetal
Ein Fluss fast ohne Gefälle, der deshalb manchmal rückwärts fließt, durch ein Tal aus unentwässertem Torfmoor.
Die Peene fällt auf ihrem Unterlauf nur wenige Zentimeter, weshalb der Fluss umkehrt und landeinwärts fließt, wenn Ostseewasser vom Wind ins Oderhaff gedrückt wird; sie ist einer der wenigen Flüsse Europas, bei denen das regelmäßig geschieht. Weil das Tal nie vollständig entwässert wurde, hält es eines der größten zusammenhängenden Torfmoorsysteme Mitteleuropas, und Wiedervernässungsprojekte haben seit den 1990er Jahren weiteres wiederhergestellt. Die fehlende Strömung macht ihn zu einem Paddelfluss in beide Richtungen, und der Beiname Amazonas des Nordens kommt vom dichten Erlenbruch an seinen Ufern. Seeadler, Kraniche, Biber und Fischotter leben im Tal.
Was du tatsächlich siehst
- Die umkehrende Strömung - einen Fluss, der rückwärts läuft, wenn der Wind Wasser landeinwärts drückt.
- Die Torfmoore - eines der größten unentwässerten Moorsysteme Mitteleuropas.
- Den Erlenbruch - dichten Nasswald, der sich über die Ufer schließt.
- Die Tierwelt - Seeadler, Kraniche, Biber und Fischotter.
Wann du hinfahren solltest
Mai bis September zum Paddeln; der Fluss ist wegen der vernachlässigbaren Strömung in beide Richtungen befahrbar. Der Herbst bringt Kranichzug durch das Tal.
Ehrliche Erwartungen
Das Tal ist flach, und das Interessante liegt in Tierwelt und Wasser statt in der Landschaft. Die Zugangsstellen sind begrenzt. Im Sommer sind die Mücken stark.
In der Nähe
Usedom liegt im Osten; der Müritz-Nationalpark im Westen.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.