Nationalpark Unteres Odertal
Deutschlands einziger Auennationalpark, in dem Polder jeden Winter absichtlich für die Vögel geflutet werden.
Der Park schützt etwa hundert Quadratkilometer Oderaue, der einzige Nationalpark Deutschlands, der eine Flussaue umfasst. Für die Landwirtschaft angelegte Polder werden heute für die Natur bewirtschaftet: Im Winter werden Schleusen geöffnet, damit der Boden überflutet wird, und im Frühjahr geschlossen, damit er für die Wiesennutzung abtrocknet, was den jahreszeitlichen Rhythmus nachbildet, auf den die Tierwelt angewiesen ist. Zehntausende Kraniche und Gänse nutzen die Wiesen auf dem Zug, und Seeadler, Schwarzstörche, Biber und Seggenrohrsänger brüten im Park. Er bildet mit polnischen Schutzgebieten am anderen Flussufer ein grenzüberschreitendes Schutzgebiet.
Was du tatsächlich siehst
- Die gesteuerte Flutung - Polder, jeden Winter absichtlich geflutet und im Frühjahr entwässert.
- Die Zugansammlungen - Zehntausende Kraniche und Gänse.
- Die Adler und Störche - brütende Seeadler und Schwarzstörche.
- Das grenzüberschreitende Gebiet - Schutzgebiete, die sich über den Fluss hinweg fortsetzen.
Wann du hinfahren solltest
April bis Juni für die Brutvögel und Oktober bis November für den Zug. Die Winterflutung sperrt viele Wege. Kernzonen sind ganzjährig beschränkt.
Ehrliche Erwartungen
Geflutete Polder sperren Wege über Monate. Kernzonen dürfen nicht betreten werden. Das Gebiet ist flach, mit begrenzter Ausstattung und ohne öffentlichen Verkehr im Inneren.
In der Nähe
Schwedt liegt im Westen; die polnische Grenze verläuft im Fluss.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.