Nationalpark Kellerwald-Edersee
Ein UNESCO-Buchenwald über einem Stausee, in dem ein versunkenes Dorf wieder auftaucht, wenn das Wasser sinkt.
Der Park entstand 2004 zum Schutz eines der größten unzerschnittenen Rotbuchenwaldblöcke Europas an den Hängen über dem Edersee; ein Teil davon kam 2011 zur UNESCO-Eintragung der alten Buchenwälder hinzu. Der Wald bleibt unbewirtschaftet, mit Totholz an Ort und Stelle. Der Edersee selbst ist ein 1914 aufgestauter Stausee, und wenn die Pegel in trockenen Sommern oder bei Absenkung fallen, treten die Reste des überfluteten Dorfes Berich und eine versunkene Brücke aus dem Schlamm, was Besucher zum Gehen im leeren Becken anzieht. Wildkatzen und Schwarzstörche leben in den Wäldern.
Was du tatsächlich siehst
- Die unbewirtschaftete Buche - UNESCO-gelisteten Wald, mit seinem Totholz belassen.
- Das auftauchende Dorf - Berichs Grundmauern, die bei Niedrigwasser erscheinen.
- Den Edersee - einen Stausee von 1914 in einem steilen Waldtal.
- Die Tierwelt - Wildkatzen, Schwarzstörche und Fledermäuse im Park.
Wann du hinfahren solltest
Mai bis Oktober zum Wandern; die Herbstfärbung der Buchen ist die stärkste Anziehung. Niedrigwasser, das das Dorf freilegt, kommt nur in trockenen Jahren im Spätsommer und Herbst.
Ehrliche Erwartungen
Das versunkene Dorf erscheint nur bei Niedrigwasser und nicht jedes Jahr. Die Wege sind stellenweise steil. Der öffentliche Verkehr rund um den See ist begrenzt.
In der Nähe
Kassel liegt im Nordosten; Fritzlar im Osten.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.