Nationalpark Hainich
Ein Buchenwald, in Ruhe gelassen, weil er gesperrter Truppenübungsplatz war, heute auf Kronenhöhe begangen.
Ein großer Teil des Hainichs diente jahrzehntelang als Truppenübungsplatz und war für die Forstwirtschaft gesperrt, was bedeutete, dass sich die Buchenwälder ohne Bewirtschaftung entwickeln konnten; als die Fläche freigegeben wurde, wurde sie 1997 Nationalpark, und ein Teil davon kam 2011 zur UNESCO-Eintragung der alten europäischen Buchenwälder hinzu. Der Wald hat eine hohe Dichte an Totholz und Höhlenbäumen und trägt Wildkatzen und fünfzehn Fledermausarten. Der 2005 eröffnete und seither erweiterte Baumkronenpfad führt etwa fünfhundert Meter durch die Kronen, mit einem Turm auf vierundvierzig Metern.
Was du tatsächlich siehst
- Die unbewirtschaftete Buche - Wald, der sich durch jahrzehntelange militärische Sperrung entwickeln konnte.
- Den Baumkronenpfad - etwa fünfhundert Meter durch die Wipfel.
- Das Totholz - stehendes und liegendes Holz, das Fledermäuse und Käfer trägt.
- Die Wildkatzen - eine Population im Park, mit einem Informationszentrum dazu.
Wann du hinfahren solltest
Mai bis Oktober; der Kronenpfad ist fast das ganze Jahr geöffnet und schließt bei Sturm und Eis. Die Herbstfärbung der Buchen ist die stärkste Zeit. Wochenenden sind voll.
Ehrliche Erwartungen
Wildkatzen bekommt man fast nie zu sehen. Der Kronenpfad kostet und ist am Wochenende voll. Die Kernzonen sind für das Betreten gesperrt.
In der Nähe
Eisenach liegt im Südwesten; Erfurt im Osten.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.