Eifelmaare
Runde Seen in Kratern, die von Dampfexplosionen ausgeblasen wurden, die Typuslokalität, die den Maaren weltweit ihren Namen gab.
Wenn aufsteigendes Magma auf Grundwasser trifft, verdampft das Wasser schlagartig und bläst in einem einzigen heftigen Vorgang einen Krater aus; die entstandene runde Hohlform, oft von einem See gefüllt, heißt Maar, ein Eifeler Wort, das von hier aus in die weltweite Geologie übernommen wurde. In der Westeifel sind etwa siebzig Maare bekannt, von denen rund ein Dutzend Wasser führt; das Pulvermaar ist mit vierundsiebzig Metern das tiefste. Das jüngste vulkanische Ereignis Deutschlands war das Ulmener Maar vor rund elftausend Jahren. Sedimentkerne aus den Maarböden bewahren jahresweise geschichtete Aufzeichnungen, die zur Datierung von Klimaereignissen in ganz Europa dienen.
Was du tatsächlich siehst
- Die runden Seen - Krater, von Dampf ausgeblasen und mit Wasser gefüllt.
- Das Pulvermaar - das tiefste von ihnen mit vierundsiebzig Metern.
- Die Trockenmaare - Krater ohne Wasser, heute Moor oder Wiese.
- Die Typuslokalität - die Region, die der Geologie das Wort Maar gab.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober; in mehreren Maaren darf man im Sommer baden. Die Herbstfärbung an den Rändern ist schön. Das Gebiet ist ein UNESCO Global Geopark mit markierten Wegen.
Ehrliche Erwartungen
Die Maare liegen verstreut und brauchen ein Auto. Einige sind privat oder zum Schutz eingezäunt. Ohne den geologischen Zusammenhang sehen sie wie gewöhnliche runde Seen aus.
In der Nähe
Maria Laach liegt im Osten; die Burgen von Manderscheid im Süden.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.