Wilder Kaiser
Eine Wand kahler Kalktürme über dem Tiroler Unterland, an der ein großer Teil des modernen Felskletterns erarbeitet wurde.
Der Wilde Kaiser ist ein kurzer Höhenzug - rund zwanzig Kilometer - aus senkrechtem Kalk, der zwischen Kufstein und St. Johann aus grünen Weiden aufsteigt, und seine Wände gehören zu den geschichtlich bedeutendsten des Sports: ab den 1900er Jahren erarbeiteten hier Kletterer wie Hans Dülfer und Paul Preuß Techniken und Schwierigkeitsgrade, die das Freiklettern in ganz Europa prägten, und die Ostwände von Fleischbank und Predigtstuhl bleiben Maßstabsrouten. Der Fels ist kompakt und steil, und der Höhenzug trägt beinahe keinen ständigen Schnee, was den Gegensatz zu den Wiesen darunter jäh macht. Das Gehen unter den Wänden ist auf einem guten Hüttennetz unkompliziert - Gruttenhütte, Gaudeamushütte und Stripsenjochhaus -, und das Ellmauer Tor quert zwischen der Nord- und der Südseite.
Was du tatsächlich siehst
- Eine Wand aus kahlem Kalk - zwanzig Kilometer Türme über grüner Weide.
- Geschichtsträchtige Kletterwände - die Ostwände von Fleischbank und Predigtstuhl.
- Ein Hüttennetz - Gruttenhütte, Gaudeamushütte und Stripsenjochhaus unter den Wänden.
- Das Ellmauer Tor - der Übergang zwischen den beiden Seiten des Höhenzugs.
Wann du hinfahren solltest
Juni bis September zum Wandern; der Fels braucht beständiges Wetter. Zwei Tage.
Ehrliche Erwartungen
Die Zustiege aus dem Tal sind lang und steil, und die Lifte verkürzen nur einen Teil davon. An Sommernachmittagen bauen sich an den Wänden rasch Gewitter auf. Die Hütten müssen in der Saison gebucht werden.
In der Nähe
Kufstein liegt westlich; St. Johann und Kitzbühel südöstlich.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.