Altausseer See
Ein grüner Salzkammergutsee unter dem Loser, neben dem Salzbergwerk, in dem die Nationalsozialisten geraubte europäische Kunst verbargen.
Der Altausseer See liegt in einer geschlossenen Mulde unter der Trisselwand und dem Loser im steirischen Salzkammergut, rund zwei Quadratkilometer sehr klaren kalten Wassers, mit einem ebenen Weg, der in etwa zwei Stunden ganz herumführt. Der Ort ist seit dem Mittelalter eine Salzgemeinde, und das Bergwerk im Berg darüber ist der Grund, weshalb der Ort in der Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts vorkommt: ab 1943 nutzten die Nationalsozialisten die ausgebauten Kammern, die eine gleichbleibende Temperatur und Feuchte halten, um in ganz Europa geraubte Kunst einzulagern - Tausende Werke, darunter der Genter Altar und Michelangelos Brügger Madonna -, und das Bergwerk wurde am Kriegsende mit Sprengstoff versehen, bevor örtliche Bergleute und andere die Sprengung verhinderten. Das Bergwerk bietet Führungen, die beides behandeln, das Salz und diese Geschichte.
Was du tatsächlich siehst
- Ein klarer See in geschlossener Mulde - unter der Trisselwand, ganz zu umrunden.
- Die Führungen im Salzbergwerk - die Abbaukammern und ihre Nutzung in der Kriegszeit.
- Die Geschichte des Kunstdepots - wo geraubte europäische Werke lagerten und beinahe zerstört wurden.
- Ein Uferweg - eben, etwa zwei Stunden für die volle Runde.
Wann du hinfahren solltest
Mai bis Oktober für den See; das Bergwerk läuft den größten Teil des Jahres. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Das Wasser ist selbst im Hochsommer sehr kalt. Die Bergwerksführungen sind in der Saison ausgebucht und gehen bei rund acht Grad unter Tage - nimm eine Schicht mit. Die Parkplätze im Ort sind knapp.
In der Nähe
Bad Aussee, der Grundlsee und Hallstatt liegen alle nahe.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.