Stausee Ottenstein
Ein verzweigter Waldviertler Speicher am Kamp, alle paar Jahre abgesenkt, wodurch ein versunkenes Dorf und eine Brücke auftauchen.
Ottenstein ist der größte der drei Speicher, die am Kamp im Waldviertel gebaut wurden, 1957 aufgestaut, und seine Form ist das Entscheidende: der Fluss lief durch ein tief eingeschnittenes gewundenes Tal, sodass seine Flutung einen See mit langen schmalen Armen hervorbrachte, die in bewaldete Seitentäler zurückreichen, rund vierhundert Hektar Wasser mit einer Uferlänge, die in keinem Verhältnis zur Fläche steht. Boote, Segeln und Baden sind die sommerliche Nutzung, mit einem Hafen und Badeplätzen am Ufer. Alle paar Jahre wird der Speicher zur Prüfung der Sperre abgesenkt, und wenn der Pegel fällt, tauchen die Dinge auf, die das Wasser bedeckte - die alte Straße, eine Steinbrücke, Fundamente von Gebäuden aus dem Talboden -, was für die wenigen Wochen, die es dauert, Andrang bringt. Die Burg Ottenstein steht über dem Wasser.
Was du tatsächlich siehst
- Ein verzweigter Speicher - lange Arme, die das alte gewundene Kamptal fluten.
- Ein auftauchendes geflutetes Tal - Straße, Brücke und Fundamente, wenn der Pegel fällt.
- Segeln und Baden - der Hafen und die Badeplätze am Ufer.
- Die Burg Ottenstein - die Burg, die über dem gefluteten Tal steht.
Wann du hinfahren solltest
Mai bis September wegen des Wassers; die Absenkjahre wegen der Ruinen. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Die Absenkung findet nur alle paar Jahre statt und wird vorher angekündigt - rechne nicht damit. Der Uferzugang ist stellenweise durch Privatgrund eingeschränkt. Das Wasser ist kalt und die Tiefe nimmt rasch zu.
In der Nähe
Das Stift Zwettl liegt westlich; das Kamptaler Weinland zieht sich flussabwärts.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.