Obernberger See
Ein von einem Bergsturz aufgestauter See nahe dem Brenner mit einer Kapelle auf einer Landzunge, der sichtbar verlandet.
Der Obernberger See liegt auf etwa fünfzehnhundert Metern am Talschluss des Obernbergtals, eines Seitentals der Brennerstrecke, und er entstand, als ein Bergsturz den Bach absperrte - was zugleich heißt, dass er geologisch vorübergehend ist: der Zufluss trägt Sediment, der See füllt sich zu, und er ist im letzten Jahrhundert sichtbar geschrumpft, wobei das flache Ende heute Wiese ist. Eine kleine Kapelle, die Kapelle Maria am See, steht auf einer Landzunge, die ins Wasser reicht, und ist die übliche Aufnahme. Die Umgebung ist still - das Tal ist Naturschutzgebiet, zum See selbst führt keine Straße, und ihn zu erreichen heißt etwa fünfundvierzig Minuten zu Fuß oder ein Shuttle vom Ort. Wege führen über das Portjoch nach Italien weiter, ein Übergang, der seit Jahrhunderten genutzt wird.
Was du tatsächlich siehst
- Ein von einem Bergsturz aufgestauter See - sichtbar verlandend und kleiner als vor hundert Jahren.
- Die Seekapelle - Maria am See auf der Landzunge, die ins Wasser reicht.
- Ein geschütztes Seitental - Schutzgebietsstatus und keine Straße zum See.
- Der Übergang am Portjoch - der alte Weg weiter nach Italien.
Wann du hinfahren solltest
Juni bis Oktober. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Das letzte Stück geht zu Fuß - etwa fünfundvierzig Minuten vom Parkplatz im Ort. Der See ist flach und kalt. Der Schnee liegt im Tal lange. An Einrichtungen gibt es eine Hütte.
In der Nähe
Der Brennerpass liegt östlich; Steinach und das Gschnitztal nördlich.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.