Großes Walsertal
Ein steiles Vorarlberger Tal, im vierzehnten Jahrhundert von Walser Zuwanderern besiedelt, und ein UNESCO-Biosphärenpark.
Das Große Walsertal zieht vom Walgau nach Südosten in die Lechquellengebirge hinein, ein steilwandiges Tal mit sechs kleinen Gemeinden, und der Name kommt von seiner Besiedlung: Walser Familien aus dem Wallis in der Schweiz wanderten im vierzehnten Jahrhundert über die Pässe ein und nahmen Land in Besitz, das der ansässigen Bevölkerung zu hoch und zu steil war, wobei sie Mundart, Bauweise und Wirtschaftsform jahrhundertelang bewahrten. Das Tal wurde im Jahr 2000 als UNESCO-Biosphärenpark ausgewiesen, der erste in Vorarlberg, auf der Grundlage eben dieser Verbindung von steiler Berglandwirtschaft und unversehrter Landschaft, und die örtliche Antwort darauf war ein bewusstes Programm aus kleinteiliger Landwirtschaft, Sennereien, Holzbau und schonendem Tourismus. Gewandert wird auf alten Hof- und Alpwegen mit Hütten, und Faschinajoch und Schadonapass führen hinaus.
Was du tatsächlich siehst
- Ein Walser Siedlungstal - Höfe und Mundart aus der Zuwanderung des vierzehnten Jahrhunderts.
- Ein UNESCO-Biosphärenpark - im Jahr 2000 um die bewirtschaftete Landschaft ausgewiesen.
- Alpsennereien - kleine Käsereibetriebe auf den Hochweiden.
- Alte Hofwege - das Wandernetz zwischen Alpen und Dörfern.
Wann du hinfahren solltest
Juni bis Oktober. Zwei Tage.
Ehrliche Erwartungen
Das Tal ist steil und die Straßen sind schmal mit Kehren. Der öffentliche Verkehr beschränkt sich auf wenige Busse am Tag. Es ist still und zurückhaltend - der Reiz ist die bewirtschaftete Landschaft und keine Attraktion.
In der Nähe
Bludenz liegt am Talausgang; der Bregenzerwald liegt jenseits des Faschinajochs.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.