Neanderthal Museum
Ein Museum am Tal, das einer Menschenart den Namen gab, in einem Steinbruch, der den namengebenden Fundort zerstörte.
Im Jahr 1856 warfen Steinbrucharbeiter beim Ausräumen einer Kalksteinhöhle im Neandertal Knochen heraus, die als zu einer unbekannten Menschenform gehörig erkannt wurden, und die Art nahm den Namen des Tals an. Der Steinbruchbetrieb zerstörte die Höhle und die ursprüngliche Kalksteinschlucht des Tals vollständig, und die genaue Fundstelle war verloren, bis sie 1997 wiedergefunden wurde, wobei weitere Bruchstücke desselben Individuums geborgen wurden. Das 1996 eröffnete Museum behandelt die menschliche Evolution mit Rekonstruktionen, und ein Gehege in der Nähe hält auerochsenartige Rinder und tarpanartige Pferde, zurückgezüchtet in Richtung ausgestorbener Formen. Der Name des Tals geht auf Joachim Neander zurück, einen Kirchenlieddichter des siebzehnten Jahrhunderts.
Was du tatsächlich siehst
- Die Fundstelle - den wiedergefundenen, markierten Ort, an dem 1856 die Knochen herausgeworfen wurden.
- Die Rekonstruktionen - modellierte Figuren auf Grundlage der Skelettbefunde.
- Die zurückgezüchteten Tiere - auerochsenartige Rinder und tarpanartige Pferde.
- Die verlorene Schlucht - ein abgebautes Tal, von dem nur der Name überdauert.
Wann du hinfahren solltest
Ganzjährig; das Museum ist montags geschlossen. Der Geländeweg und die Tiergehege sind bei gutem Wetter am schönsten. In der Schulzeit füllen Klassen es werktags.
Ehrliche Erwartungen
Die ursprüngliche Höhle und die Schlucht gibt es nicht mehr; das Tal ist heute unauffällig. Die Originalknochen liegen in Bonn. Das Museum richtet sich teils an Schulklassen.
In der Nähe
Düsseldorf liegt im Westen; Wuppertal im Osten.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.