Altes Land
Nordeuropas größtes zusammenhängendes Obstanbaugebiet, vor achthundert Jahren von holländischen Siedlern entwässert.
Im 12. Jahrhundert holte der Erzbischof von Bremen holländische Siedler, die sich auf Marschentwässerung verstanden, und sie machten mit Deichen und Gräben diesen Streifen Elbmarsch zu Ackerland und hinterließen eine Landschaft aus langen Streifenfeldern, Gräben und Deichen, die bis heute in Gebrauch ist. Sie ist heute das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Nordeuropas, überwiegend Äpfel und Kirschen auf etwa zehntausend Hektar. Die Bauernhäuser sind Fachwerk mit aufwendig geschnitzten und bemalten Torbögen, den Prunkpforten, die den Wohlstand des Besitzers zeigten. Die Blüte Ende April und Anfang Mai zieht Besucher an, und zur Ernte verkaufen Hofläden direkt.
Was du tatsächlich siehst
- Die Prunkpforten - geschnitzte und bemalte Hoftore an den alten Häusern.
- Die Blüte - Apfel- und Kirschblüte Ende April und Anfang Mai.
- Die Deichlandschaft - Streifenfelder und Gräben aus mittelalterlicher holländischer Entwässerung.
- Die Hofläden - Direktverkauf zur Ernte im Spätsommer und Herbst.
Wann du hinfahren solltest
Ende April und Anfang Mai für die Blüte, September für die Ernte. Der Blütezeitpunkt verschiebt sich je nach Jahr um ein bis zwei Wochen. Die Deiche mit dem Rad zu befahren ist die übliche Art, sich das anzusehen.
Ehrliche Erwartungen
Die Blüte ist kurz und wetterabhängig. Es ist bewirtschaftetes Ackerland mit wenigen förmlichen Sehenswürdigkeiten. Radfahren ist der praktische Weg, es zu sehen.
In der Nähe
Hamburg liegt im Osten; Stade im Westen.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.