Marburg
Eine Hangstadt, so steil, dass ihre Gassen über Treppen steigen, mit der ersten rein gotischen Kirche Deutschlands.
Elisabeth von Thüringen gründete in Marburg ein Hospital und starb dort 1231 mit vierundzwanzig Jahren; vier Jahre später heiliggesprochen, zog sie Pilger in solcher Zahl an, dass der Deutsche Orden ab 1235 die Elisabethkirche errichtete, die allgemein als die erste rein gotische Kirche Deutschlands gilt, ohne romanische Elemente. Die Stadt steigt steil von der Lahn zum Landgrafenschloss hinauf, mit Gassen, die in Treppen übergehen, und öffentlichen Aufzügen als Hilfe. Die 1527 gegründete Universität war die erste protestantische; die Brüder Grimm studierten hier. Marburg hat eine ungewöhnlich große Gemeinschaft blinder und sehbehinderter Menschen, und die Stadt ist umfassend darauf eingerichtet.
Was du tatsächlich siehst
- Die Elisabethkirche - die erste in Deutschland errichtete rein gotische Kirche.
- Die Treppengassen - eine Stadt, so steil, dass Straßen zu Treppen werden.
- Das Landgrafenschloss - eine Burg und ein Museum auf der Kuppe.
- Den Grimm-Bezug - die Studienjahre der Brüder, in der Stadt markiert.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober; am lebendigsten ist die Stadt in der Vorlesungszeit. Das Schloss ist montags geschlossen. Der Aufstieg in die Oberstadt ist steil, mit öffentlichen Aufzügen als Alternative.
Ehrliche Erwartungen
Die Altstadt ist wirklich steil und anstrengend. Das Schlossmuseum ist bescheiden. In der vorlesungsfreien Zeit ist die Stadt merklich stiller.
In der Nähe
Wetzlar liegt im Süden; der Kellerwald im Nordwesten.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.