Lüneburg
Eine backsteingotische Salzstadt, deren Gebäude sich neigen und absacken, weil der Boden darunter ausgebeutet wurde.
Lüneburgs Reichtum kam aus einem Salzstock unter der Stadt, ab dem zehnten Jahrhundert abgebaut und über Lübeck den hansischen Heringshandel versorgend; das Salz machte sie zu einer der reichsten Städte Norddeutschlands, und das Geld floss in backsteingotische Häuser und ein Rathaus mit einer gotischen Gerichtslaube. Die Soleförderung löste den Untergrund auf und verursachte Senkungen, weshalb Straßen und Gebäude in den älteren Vierteln sichtbar schief stehen, durchhängen und wiederholt abgestützt und erneuert worden sind. Die Saline schloss 1980. Das Wasserviertel um den alten Kran bewahrt Speicher, eine Brauerei und die Mühlengebäude an der Ilmenau.
Was du tatsächlich siehst
- Die schiefen Gebäude - Senkungen aus Jahrhunderten der Soleförderung.
- Die Backsteingotik - Staffelgiebel und die mittelalterliche Gerichtslaube des Rathauses.
- Das Wasserviertel - den alten Kran, Speicher und Mühlen an der Ilmenau.
- Das Salzmuseum - den Industriezweig, der die Stadt machte und unterhöhlte.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober; während der Vorlesungszeit ist die Stadt mit ihrer Universität lebendig. Die Museen sind montags geschlossen. Im Dezember füllen Weihnachtsmärkte die Plätze.
Ehrliche Erwartungen
Einige schiefe Gebäude sind abgestützt und abgesperrt. Das Salzmuseum ist bescheiden. Die Stadt ist kompakt und an einem Tag gesehen.
In der Nähe
Die Lüneburger Heide liegt im Süden; Hamburg im Nordwesten.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.