Ysperklamm
Eine Waldviertler Klamm, auf Holzstiegen und Brücken an einem dreißig Meter hohen Fall vorbei begangen, einer der ältesten Wege Niederösterreichs.
Die Ysper schneidet sich im südlichen Waldviertel durch Granit hinab, um die Donau zu erreichen, und dabei hat das Wasser eine enge Klamm mit Gumpen, Rinnen und einem Fall von rund dreißig Metern ausgearbeitet. Ein Weg wurde 1884 von der örtlichen Alpenvereinssektion hindurchgebaut - was ihn zu einem der frühesten in Niederösterreich eröffneten Klammwege macht -, und er läuft noch immer gleich: Holzstiegen, im Fels verankerte Galerien und Brücken, die das Wasser hin und her queren, mit gut hundert Metern Anstieg von unten nach oben auf rund anderthalb Kilometern. Das Gestein ist Granit statt Kalk, die Klamm ist also dunkler und moosiger als die Karstklammen weiter westlich, und das Ganze dauert mit dem Rückweg über die Forststraße etwa eine Stunde.
Was du tatsächlich siehst
- Eine Granitklamm - dunkler und moosiger als die Kalkklammen anderswo.
- Holzstiegen und Galerien - der Weg von 1884, in den Felswänden verankert.
- Ein Fall von dreißig Metern - der Hauptabbruch auf halber Höhe der Klamm.
- Gumpen und Rinnen - die Ysper, die sich durch den Fels hinabarbeitet.
Wann du hinfahren solltest
Mai bis Oktober; im Winter gesperrt. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Der Weg ist im Winter und nach starkem Regen oder Sturmschäden gesperrt. Die Bretter sind durchgehend nass und rutschig. Der Anstieg ist durchgehend, und außer der Forststraße gibt es keine Abkürzung zurück.
In der Nähe
Das Stift Melk und die Wachau liegen südlich jenseits der Donau.
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