Naturhistorisches Museum Wien
Ein Ringstraßenmuseum mit neununddreißig Sälen, in dem die Venus von Willendorf und Vitrinen aus den 1880er Jahren noch in Gebrauch stehen.
Das Naturhistorische Museum eröffnete 1889 in einem der Zwillingspalais am Maria-Theresien-Platz, errichtet, um Sammlungen aufzunehmen, die auf das 1750 angekaufte Kabinett Franz Stephans von Lothringen zurückgehen, und es birgt rund dreißig Millionen Gegenstände in neununddreißig Sälen. Ein großer Teil der Ausstattung ist original, du siehst also ebenso museale Praxis des neunzehnten Jahrhunderts wie die Stücke selbst - dichte Vitrinen, von Hand beschriftete Etiketten und Räume, die nach systematischer Ordnung angelegt sind und nicht nach Erzählung. Der wichtigste Einzelgegenstand ist die Venus von Willendorf, eine Kalksteinfigur von rund elf Zentimetern, vor etwa neunundzwanzigtausend Jahren geschnitzt und 1908 in Niederösterreich gefunden. Es gibt Meteoriten in der größten derartigen Schau überhaupt, ein Skelett der Stellerschen Seekuh, Dinosauriersäle und ein digitales Planetarium.
Was du tatsächlich siehst
- Die Venus von Willendorf - die 29.000 Jahre alte Kalksteinfigur in einem eigenen Raum.
- Originale Vitrinen von 1889 - museale Praxis des neunzehnten Jahrhunderts noch in Gebrauch.
- Die Meteoritensammlung - die größte öffentlich ausgestellte überhaupt.
- Neununddreißig Säle - systematische Sammlungen durch das ganze Haus.
Wann du hinfahren solltest
Ganzjährig; die Dachführung läuft in der Saison. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Es ist gewaltig, und die dichten alten Vitrinen ermüden rasch - such dir Säle aus, statt alle zu versuchen. Präparate stehen überall. Manche Säle sind der Gestaltung und der Absicht nach altmodisch.
In der Nähe
Das Kunsthistorische Museum ist der Zwillingsbau gegenüber; die Hofburg liegt nebenan.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.