Bad Gastein
Ein Belle-Époque-Kurort, terrassenförmig um einen Wasserfall in eine Schlucht gebaut, jahrzehntelang halb verfallen und jetzt in Wiederbelebung.
Bad Gastein entstand an heißen radonhaltigen Quellen, die seit dem Mittelalter genutzt wurden und im neunzehnten Jahrhundert in Mode kamen, als der Wasserfall der Gasteiner Ache, der mitten durch den Ort stürzt, von großen Hotels eingefasst wurde, die sich an beiden Seiten der Schlucht terrassenförmig übereinanderstapeln - ein Belle-Époque-Kurort an einer wirklich dramatischen Stelle, besucht von Kaisern, von Schubert, Schopenhauer und Bismarck. Nach dem Krieg ging es steil bergab, und jahrzehntelang standen die größten Hotels im Zentrum hinter ihren Fassaden leer und verfielen, während das Skigebiet darüber das Tal am Leben hielt; die verfallene Pracht wurde zu dem, was die Leute fotografierten. Seit dem Ende der 2010er Jahre öffnet eine umfangreiche Sanierung die zentralen Hotels wieder. Der Gasteiner Heilstollen, ein ehemaliges Goldbergwerk, wird für Radontherapie genutzt.
Was du tatsächlich siehst
- Ein Wasserfall mitten durch den Ort - die Gasteiner Ache, die zwischen den Hotels hinabfällt.
- Belle-Époque-Hotels in Terrassen - an beiden Wänden der Schlucht übereinandergestapelt.
- Jahrzehnte des Verfalls - zentrale Gebäude jahrelang leer, jetzt in Wiedereröffnung.
- Radonhaltiges Thermalwasser - die Quellen und der Stollen, die zur Therapie genutzt werden.
Wann du hinfahren solltest
Ganzjährig; der Winter zum Skifahren, der Sommer zum Wandern. Ein Tag.
Ehrliche Erwartungen
Die Sanierung bedeutet Baustellen und Sperren im Zentrum. Die Radontherapie ist eine umstrittene Behandlung - die Quellen werden mit gesundheitlichen Aussagen beworben, die nicht geklärt sind. Die Straßen sind steil.
In der Nähe
Bad Hofgastein liegt talabwärts; das Rauriser Tal und die Hohen Tauern liegen westlich.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.