Storchenkolonie Marchegg
Die größte baumbrütende Weißstorchkolonie Europas, im Eichenauwald an der slowakischen Grenze.
Weißstörche nisten fast überall in Europa auf Gebäuden, Kaminen und Masten; in Marchegg nisten sie in Bäumen, in alten Eichen im Auwald der March, und die dortige Kolonie - meist rund fünfzig Paare - ist die größte baumbrütende Ansammlung des Festlands. Der Grund ist der Lebensraum: die March, die die slowakische Grenze bildet, überflutet ihre Wiesen noch immer, und das feuchte Grünland liefert die Frösche, Insekten und Kleinsäuger, die eine Kolonie in Reichweite der Nester braucht. Das Gebiet lag während des Kalten Krieges in der Grenzzone, was es vor Entwässerung und Bebauung schützte. Das Reservat wird vom WWF betreut, es gibt markierte Wege durch Wiesen und Wald, Beobachtungshütten und am Rand das barocke Schloss Marchegg mit einer Ausstellung zur Au.
Was du tatsächlich siehst
- Störche, die in Eichen nisten - die größte baumbrütende Kolonie Europas.
- Auwiesen - das feuchte Grünland, das die Kolonie ernährt.
- Eine ehemalige Grenzzone - durch den Eisernen Vorhang vor Bebauung geschützt.
- Schloss Marchegg - der barocke Bau am Reservatsrand mit einer Ausstellung.
Wann du hinfahren solltest
April bis August, solange die Vögel auf den Nestern sind. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Die Störche ziehen bis Ende August nach Afrika, und bis zum Frühjahr gibt es nichts zu sehen. Die Wege überfluten nach Hochwasser. Die Gelsen auf den Wiesen sind heftig. Nimm ein Fernglas mit.
In der Nähe
Der Nationalpark Donau-Auen liegt südlich; Bratislava liegt jenseits der Grenze.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.