Stift Lilienfeld
Die größte mittelalterliche Klosteranlage Österreichs, ein Zisterzienserhaus von 1202 im Traisental.
Lilienfeld wurde 1202 von Herzog Leopold VI. gegründet, der darin bestattet ist, und die erhaltenen Bauten machen es zur größten mittelalterlichen Klosteranlage Österreichs - Kirche, Kreuzgang, Kapitelsaal, Dormitorium und Refektorium weitgehend unversehrt im Übergangsstil zwischen Romanik und Gotik, mit den nüchternen Verhältnissen, die die zisterziensischen Bauregeln vorschrieben. Der Kreuzgang mit seinem Brunnenhaus ist das Prunkstück. Die Bibliothek birgt rund vierzigtausend Bände in einem Barocksaal. Anders als Melk oder Göttweig wurde das Stift nie vollständig barock umgebaut, was du siehst, ist also mittelalterliche Substanz mit eingesetzter barocker Ausstattung, was es zum besseren Ort macht, um zu begreifen, wie ein Zisterzienserhaus tatsächlich angelegt war. Der Konvent ist klein, und das Stift ist im Vergleich zu den Donauhäusern still.
Was du tatsächlich siehst
- Die größte mittelalterliche Klosteranlage Österreichs - Kirche, Kreuzgang und Klausurtrakte unversehrt.
- Übergangsarchitektur - Romanik, die in Gotik übergeht, deutlich zisterziensisch.
- Ein barocker Bibliothekssaal - rund vierzigtausend Bände.
- Das Grab Leopolds VI. - der Stifter, in seinem eigenen Stift bestattet.
Wann du hinfahren solltest
Ganzjährig. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Der Zugang erfolgt mit Führung zu festen Zeiten, überwiegend auf Deutsch. Die Kirche ist kalt. Es ist weit ruhiger als Melk, was in beide Richtungen wirkt - weniger Andrang, weniger Einrichtungen.
In der Nähe
Das Traisental zieht sich südwärts nach Mariazell; Sankt Pölten liegt nördlich.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.