Die Albertina
Ein Habsburgerpalais über dem Ring mit einer der größten grafischen Sammlungen überhaupt, dazu moderne Malerei und die originalen Prunkräume.
Illustration - eine Szene im Geist des Ortes, kein Foto davon.
Die Albertina steht auf dem letzten erhaltenen Stück der alten Wiener Bastei, in einem Palais, das Herzog Albert von Sachsen-Teschen im späten achtzehnten Jahrhundert überlassen wurde. Seine Grafiksammlung ist der Kern des Hauses: rund eine Million Druckgrafiken und Zehntausende Zeichnungen, darunter Dürers Aquarell eines Hasen und seine Studie betender Hände. Weil Papier unter Licht nicht bestehen kann, werden diese Blätter selten und im Wechsel gezeigt, und dauerhaft hängt die Sammlung Batliner, von Monet bis Picasso und in das spätere zwanzigste Jahrhundert hinein. Die habsburgischen Prunkräume im ersten Stock sind ebenfalls zugänglich, restauriert und mit ihren Möbeln wieder an Ort und Stelle. Ein zweites Haus, die Albertina Modern, eröffnete 2020 am Karlsplatz.
Was du tatsächlich siehst
- Die Dürer-Blätter - der Hase und die betenden Hände, nur gelegentlich gezeigt und sonst als Faksimile.
- Die Sammlung Batliner - die Dauerpräsentation, französischer Impressionismus bis in das spätere zwanzigste Jahrhundert.
- Die Prunkräume - die habsburgischen Wohnräume im ersten Stock mit ihren originalen Möbeln.
- Die Terrasse auf der Bastei - die Rampe über der alten Stadtmauer mit Blick hinüber zur Oper.
Wann du hinfahren solltest
Täglich geöffnet, an manchen Abenden mit verlängerten Zeiten. Prüfe vorher, was tatsächlich an den Wänden hängt, denn die Zeichnungen wechseln und die berühmten liegen meist im Depot. Werktagvormittage sind am ruhigsten. Große Sonderausstellungen erzeugen an Wochenenden und in den Schulferien Schlangen, und die Kassa staut sich ab Mittag.
Ehrliche Erwartungen
Menschen kommen wegen Dürer und finden ein Faksimile an der Wand; das ist der Normalzustand eines Hauses für Arbeiten auf Papier und kein Pech. Die ständige Gemäldesammlung ist gut, aber nicht tief, und der Eintrittspreis liegt am oberen Rand der Wiener Spanne. Die Räume sind klein und überfüllt, wenn eine Schlagzeilenausstellung läuft.
In der Nähe
Die Oper, die Hofburg und der Burggarten liegen alle wenige Minuten entfernt.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.