Zuoz
Das am besten erhaltene Dorf des Oberengadins, von der Familie Planta gebaut und mit ihrer Bärentatze gezeichnet.
Zuoz war der Sitz der Familie Planta, die das Engadin jahrhundertelang beherrschte, und ihr Bärentatzenzeichen erscheint am Brunnen auf dem Platz und an den Bauten ringsum. Ein Brand zerstörte 1499 einen grossen Teil des Dorfes, und der Wiederaufbau danach gab ihm den geschlossenen Kern des sechzehnten und siebzehnten Jahrhunderts, den es noch hat: grosse Engadiner Häuser mit Sgraffito, tiefe Fensternischen, Bogentore breit genug für Heuwagen und das Plantahaus am Platz. Die Kirche hat Fenster von Augusto Giacometti. Weil Zuoz seine Substanz behielt, während das benachbarte St. Moritz als Ferienort neu gebaut wurde, ist es heute der Ort, an den man Leute schickt, um zu sehen, wie ein Engadiner Dorf aussah.
Was du tatsächlich siehst
- Die Bärentatze der Planta - das Familienzeichen am Brunnen und an den Häusern.
- Ein nach 1499 wieder aufgebautes Dorf - den geschlossenen Kern, der dem Brand folgte.
- Engadiner Sgraffito und Heuwagentore - die regionale Bauform in ihrer vollsten Gestalt.
- Giacometti-Fenster - Augustos Glas in der Pfarrkirche.
Wann du hinfahren solltest
Juni bis Oktober oder die Wintersaison. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Es ist klein und still, mit begrenztem Angebot an Essen und Einkauf. Die Preise sind auf Engadiner Niveau. Das Dorf ist bewohnt - die Häuser sind Zuhause, keine Ausstellungsstücke. Zwischen den Saisons ist vieles zu.
In der Nähe
S-chanf und der Nationalpark liegen talabwärts; St. Moritz talaufwärts.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.