Basler Fasnacht
Zweiundsiebzig Stunden Piccolos, Trommeln und bemalte Laternen, die um vier Uhr morgens bei ausgeschaltetem Stadtlicht beginnen.
Illustration - eine Szene im Geist des Ortes, kein Foto davon.
UNESCO - immaterielles Kulturerbe
Um vier Uhr morgens am Montag nach Aschermittwoch geht in der Basler Innenstadt jedes Licht aus, und mehrere tausend maskierte Spieler setzen sich mit Laternen auf Kopf und Schultern in Bewegung und spielen Piccolo und Trommel. Das ist der Morgestraich, und die Fasnacht, die folgt, lÀuft genau zweiundsiebzig Stunden, bevor sie am Donnerstagmorgen schlagartig aufhört. Basels Fassung ist in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlich: Sie beginnt, nachdem die Fastenzeit angefangen hat, sie wird von den Cliquen getragen statt von der Stadt, und sie richtet sich nicht an Zuschauer. Bemalte Laternen tragen die Themen, die jede Gruppe gewÀhlt hat, und werden von innen beleuchtet, Wagen werfen Orangen und RÀppli, und kleine Ensembles tragen die Nacht hindurch gereimte Verse vor. Die UNESCO nahm sie 2017 auf.
Was du tatsÀchlich siehst
- Den Morgestraich - vier Uhr morgens, die Lichter aus, Laternen und Piccolos, die losziehen.
- Die bemalten Laternen - grosse Transparente, von innen beleuchtet und spĂ€ter auf dem MĂŒnsterplatz ausgestellt.
- Die CortÚges - am Montag- und Mittwochnachmittag, wobei der Dienstag den Kindern und Guggenmusiken gehört.
- Die RÀppli - handweise geworfen und in alles hineingearbeitet, was du trÀgst.
Wann du hinfahren solltest
Die Daten wandern mit Ostern und fallen in den spĂ€ten Februar oder frĂŒhen MĂ€rz. Der Morgestraich ist das eine, was man nicht verpassen sollte, was heisst, vor vier Uhr morgens im Zentrum zu sein, mit einem Monate im Voraus gebuchten Hotel. Der Rest lĂ€uft Tag und Nacht bis Donnerstag. Zieh dich fĂŒr KĂ€lte an, denn es ist oft nahe am Gefrierpunkt und hĂ€ufig nass.
Ehrliche Erwartungen
Drei Tage ununterbrochenes Piccolo und Trommeln zermĂŒrben, und im Zentrum gibt es keinen Ort, dem LĂ€rm zu entkommen. Die Hotels verdoppeln ihre Preise und fĂŒllen sich frĂŒh. Die Fasnacht ist fĂŒr die Mitwirkenden gemacht, als Zuschauer steht man also am Rand von etwas, das nicht fĂŒr einen aufgefĂŒhrt wird. RĂ€ppli kommen ĂŒberall hin, und Regen macht Kleister daraus.
In der NĂ€he
Basels Altstadt, seine MĂŒnsterterrasse und seine Museen liegen alle im Fasnachtsgebiet.
Ăffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale SchlieĂungen Ă€ndern sich - prĂŒfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.