Tschäggättä
Maskierte Gestalten in Schafsfellen, die nach Einbruch der Dunkelheit zwischen Lichtmess und Aschermittwoch die Lötschentaler Dörfer einnehmen.
Die Masken sind aus Arvenholz geschnitzt, bewusst unsymmetrisch und grotesk - gebleckte Zähne, Hörner, verzerrte Züge - und bemalt, dann mit nach aussen gekehrten Schafsfellen und einer Kuhglocke am Gürtel getragen, sodass eine Tschäggättä wuchtig, laut und unkenntlich ist. Sie erscheinen in den Lötschentaler Dörfern in den Wochen zwischen Lichtmess und Aschermittwoch, überliefert nach Einbruch der Dunkelheit, und jagen und erschrecken Leute in den Gassen; unverheiratete junge Männer waren die überlieferten Träger, und Anonymität war die Regel. Das Schnitzen ist ein lebendes Handwerk, und die Werkstätten verkaufen ganzjährig. Die Erklärungen zum Ursprung des Brauchs gehen auseinander - Wintervertreibung, Aufnahmeprobe, erlaubte Unordnung - und keine einzelne Deutung ist entschieden, womit das Tal gut lebt.
Was du tatsächlich siehst
- Geschnitzte Arvenholzmasken - unsymmetrisch, bemalt, bewusst grotesk.
- Schafsfelle und Kuhglocken - die Wucht und den Lärm, die die Gestalt vollenden.
- Auftritte nach Einbruch der Dunkelheit - in den Dorfgassen durch die Fasnachtswochen.
- Einen umstrittenen Ursprung - mehrere Erklärungen, keine entschieden.
Wann du hinfahren solltest
Zwischen dem 2. Februar und Aschermittwoch, nach Einbruch der Dunkelheit. Ein Abend.
Ehrliche Erwartungen
Das ist ein Dorfbrauch ohne festen Fahrplan - Begegnungen sind Zufall, wenn nicht gerade ein organisierter Umzug stattfindet. Es ist kalt und dunkel. Die Gestalten jagen und greifen; das ist der Sinn, und es erschreckt Kinder. Masken, die an Besucher verkauft werden, sind sehr unterschiedlich in der Güte.
In der Nähe
Die Lötschentaler Dörfer reihen sich talaufwärts; Goppenstein liegt an der Talmündung.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.