Die Asphaltminen von Travers
Hundert Kilometer Stollen, in denen zwei Jahrhunderte lang Naturasphalt gebrochen wurde und in denen Schinken in Teer gegart wird.
Bitumenhaltiges Naturgestein wurde 1711 im Val-de-Travers erkannt und in La Presta bis 1986 abgebaut, und der hier gebrochene Asphalt belegte Strassen in Paris, London und andernorts - das Material war eine echte Ausfuhr dieses kleinen Tals. Rund hundert Kilometer Stollen wurden vorgetrieben; ein Abschnitt ist mit FĂŒhrungen offen, die den Abbau erklĂ€ren, das Erhitzungsverfahren, das das Bitumen abtrennte, und die Arbeitsbedingungen. Die andere Ăberlieferung des Ortes ist kulinarisch und unwahrscheinlich: Schinken, in einem Kessel geschmolzenen Asphalts gegart, was ihn vollstĂ€ndig versiegelt und gleichmĂ€ssig gart, serviert im Minenrestaurant. International ist das Tal bekannter fĂŒr Absinth, hier zwei Jahrhunderte lang legal und illegal gebrannt.
Was du tatsÀchlich siehst
- Ein Jahrhundertwerk an Stollen - rund hundert Kilometer fĂŒr Naturasphalt gebrochen.
- Eine örtliche Ausfuhr nach Paris und London - die Strassen, die dieses Tal belegte.
- In Asphalt gegarten Schinken - die eigene unwahrscheinliche SpezialitÀt der Mine.
- Absinthland - das andere und bekanntere Erzeugnis des Tals.
Wann du hinfahren solltest
GanzjĂ€hrig, nach dem FĂŒhrungsfahrplan. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Besuche sind gefĂŒhrt zu festen Zeiten, meist auf Französisch, und sollten gebucht werden. Unter Tage ist es kĂŒhl. Der Schinken muss im Restaurant vorbestellt werden. Das Val-de-Travers ist ein stilles Industrietal.
In der NĂ€he
Die Areuseschluchten liegen flussabwĂ€rts; der Creux du Van auf dem Kamm darĂŒber.
Ăffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale SchlieĂungen Ă€ndern sich - prĂŒfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.