Albulapass
Eine stille Passstrasse über der Welterbebahn, jeden Winter geschlossen und den Zügen darunter überlassen.
Der Albula quert auf 2.312 Metern zwischen dem Albulatal und dem Engadin und ist die ruhigere der beiden Strassen ins obere Tal - der Julier trägt den ganzjährigen Verkehr, und der Albula schliesst mit dem Schnee, meist vom Spätherbst bis in den Mai. Das lässt ihn als Fahr- und Radroute übrig statt als Durchgangskorridor. Darunter verläuft die Albulabahn, Teil des Welterbes Rhätische Bahn, die dasselbe Höhenproblem anders löst: Kehrtunnel und Viadukte, im Tal übereinandergestapelt, um Höhe zu gewinnen, dann der Albulatunnel unter dem Pass selbst, sodass Züge den ganzen Winter queren, während die Strasse darüber gesperrt ist. Der Lai da Palpuogna liegt gleich unterhalb der Nordrampe.
Was du tatsächlich siehst
- Einen jeden Winter geschlossenen Pass - anders als den Julier, der offen bleibt.
- Die Welterbestrecke darunter - Kehren und Viadukte, dann einen Tunnel unter dem Pass.
- Den Lai da Palpuogna - den lärchenumstandenen See an der Nordrampe.
- Eine stille Strasse - der Durchgangsverkehr nimmt stattdessen den Julier.
Wann du hinfahren solltest
Ende Mai bis Oktober. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Die Strasse ist rund ein halbes Jahr gesperrt. Die Einrichtungen auf dem Pass sind minimal. Schnee kann sie im Frühjahr spät und im Herbst früh schliessen. Die Bahn darunter ist die interessantere Ingenieurleistung, und man kann sie stattdessen fahren.
In der Nähe
Bergün und Preda liegen im Norden; das Engadin jenseits des Passes.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.