Splügen
Ein Steindorf im Rheinwald, das vom Passverkehr lebte und fast verschwand, als die Autobahn daran vorbeitunnelte.
Splügen liegt auf fünfzehnhundert Metern im Rheinwald, am Knotenpunkt zweier Passrouten nach Italien - dem Splügen und dem San Bernardino - und über Jahrhunderte lebte es von diesem Verkehr, mit Walserfamilien, die Transport und Herberge betrieben. Der Dorfkern hat sich in Stein erhalten: mächtige Häuser mit dicken Mauern und kleinen Fenstern, ganz anders als die Holzbauweise tieferer Täler, und als Ortsbild von nationaler Bedeutung geschützt. Seine jüngere Geschichte ist eine vertraute Alpengeschichte - als 1967 der Autobahntunnel am San Bernardino eröffnete, hörte der Durchgangsverkehr auf, und das Dorf musste eine Wirtschaft um Skifahren und Wandern neu aufbauen. Die Splügenpassstrasse bleibt eine der schönsten Fahrten der Alpen.
Was du tatsächlich siehst
- Ein steinernes Walserdorf - dicke Mauern und kleine Fenster, national geschützt.
- Zwei zusammentreffende Passrouten - Splügen und San Bernardino nach Italien.
- Die Wirkung des Tunnels - den Verkehr seit 1967 fort und eine neu gebaute Wirtschaft.
- Die Splügenpassstrasse - Kehren hinüber nach Italien, nur im Sommer.
Wann du hinfahren solltest
Juni bis Oktober für die Pässe; im Winter für ein kleines Skigebiet. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Der Splügenpass schliesst im Winter, und das Dorf ist dann sehr still. Die Einrichtungen sind begrenzt. Die Autobahn verläuft nah vorbei. Es ist ein Halt auf einer Fahrt statt ein Ziel für sich.
In der Nähe
Die Viamalaschlucht liegt im Norden; der San-Bernardino-Pass steigt im Südwesten.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.