Rapperswil
Eine Schlossstadt am oberen Zürichsee, bekannt für Rosen, mit einem Holzsteg auf der Linie eines mittelalterlichen Übergangs.
Rapperswil steht auf einem Sporn, wo sich der Zürichsee verengt, mit einem Schloss des dreizehnten Jahrhunderts auf dem Hügel und einer Altstadt darunter. Es heisst die Rosenstadt: Mehrere öffentliche Gärten halten rund fünfzehntausend Pflanzen in Hunderten von Sorten, darunter einen Garten für blinde Besucher, angelegt mit Duft und Blindenschrift. Ein 2001 neu gebauter Holzsteg quert die flache Enge nach Hurden auf der Linie eines Übergangs, der seit der Vorgeschichte genutzt wird - im Seegrund gefundene Pfähle reichen Jahrtausende zurück und gehören zu den Pfahlbaustellen, die die UNESCO alpenweit gelistet hat. Das Schloss beherbergt das Polenmuseum, 1870 von Exilierten gegründet und für ein Schweizer Schloss ungewöhnlich.
Was du tatsächlich siehst
- Fünfzehntausend Rosen - öffentliche Gärten, darunter einen für blinde Besucher.
- Einen Holzsteg nach Hurden - auf einer seit der Vorgeschichte genutzten Übergangslinie.
- Ein Schloss des dreizehnten Jahrhunderts - seit 1870 mit dem Polenmuseum.
- Prähistorische Pfahlbauten - die Seegrundstellen in der UNESCO-Liste.
Wann du hinfahren solltest
Juni bis September, wenn die Rosen am schönsten stehen. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Die Rosensaison ist kurz - ausserhalb von Juni und Juli sind die Gärten grün statt prächtig. Die Altstadt ist kompakt. Tagesgäste aus Zürich füllen am Wochenende die Uferpromenade. Der Holzsteg ist ein moderner Neubau, keine mittelalterliche Substanz.
In der Nähe
Die Insel Ufenau liegt vor dem Ufer; das Kloster Einsiedeln landeinwärts im Süden.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.