Laténium
Ein Archäologiepark am Neuenburgersee an der Fundstelle, die der eisenzeitlichen La-Tène-Kultur ihren Namen gab.
Im Jahr 1857 erwiesen sich Funde an einer Stelle namens La Tène am Nordufer des Neuenburgersees - Schwerter, Fibeln, Wagenbeschläge, dort niedergelegt, wo ein Fluss auf den See traf - als so kennzeichnend, dass die Archäologie den Namen für die ganze jüngere Eisenzeit des keltischen Europas übernahm, weshalb La Tène heute eine Epochenbezeichnung ist, die von Irland bis Anatolien verwendet wird. Das Laténium eröffnete 2001, um die kantonalen Sammlungen aufzunehmen, und deckt fünfzigtausend Jahre ab, von Neandertalermaterial über die Pfahlbausiedlungen - Teil der UNESCO-Aufnahme der alpinen Pfahlbauten - bis zu römischen und mittelalterlichen Funden. Draussen bildet ein freier Park am Ufer ein Pfahlbaudorf, einen bronzezeitlichen Einbaum und ein römisches Lastschiff nach.
Was du tatsächlich siehst
- Die namengebende Fundstelle einer Epoche - La Tène, das überall der jüngeren Eisenzeit den Namen gab.
- Fünfzigtausend Jahre in einer Sammlung - vom Neandertaler bis ins Mittelalter.
- Pfahlbaumaterial - aus den von der UNESCO gelisteten Pfahlbausiedlungen.
- Einen freien Aussenpark - nachgebautes Dorf, Einbaum und römisches Lastschiff.
Wann du hinfahren solltest
Ganzjährig; der Park ist am besten April bis Oktober. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Das Museum ist montags geschlossen. Die Beschriftung ist auf Französisch mit teilweiser Übersetzung. Die Nachbauten draussen sind Deutungen, keine ausgegrabenen Reste. Die eigentliche Fundstelle La Tène ist ein Feld und nicht das Museum.
In der Nähe
Neuchâtels Altstadt liegt im Westen; die Sumpfgebiete der Grande Cariçaie im Süden.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.