Kirchner Museum Davos
Die grösste Sammlung von Ernst Ludwig Kirchners Werk, in einem Glasbau in dem Tal, in dem er zwanzig Jahre verbrachte.
Ernst Ludwig Kirchner, Mitbegründer der Brücke und eine der zentralen Gestalten des deutschen Expressionismus, kam 1917 nach einem Zusammenbruch im Militärdienst nach Davos und blieb bis zu seinem Tod 1938. Die Bergjahre veränderten sein Werk: Die nervösen, kantigen Berliner Strassenszenen wichen alpinen Landschaften, Hirten und Innenräumen in flacherer, hellerer Farbe. Das 1992 in einem Bau aus vier glasgedeckten Kuben von Gigon und Guyer eröffnete Museum hält die grösste Sammlung seines Werks überhaupt, vieles davon aus seinem Nachlass. Sein Tod war Suizid, was das Museum im Zusammenhang mit der nationalsozialistischen Verfemung seines Werks als entartet und den vorangegangenen Beschlagnahmungen klar benennt.
Was du tatsächlich siehst
- Den grössten Kirchner-Bestand - vieles davon aus dem Nachlass des Künstlers.
- Die Davoser Wende in seinem Werk - alpine Sujets, die die Berliner Strassen ersetzen.
- Einen Glaskubenbau von 1992 - die tagesbelichteten Säle von Gigon und Guyer.
- Den klar benannten Zusammenhang - die Kampagne gegen entartete Kunst und seinen Tod 1938.
Wann du hinfahren solltest
Ganzjährig, ausserhalb der Hochsaison montags geschlossen. Zwei Stunden.
Ehrliche Erwartungen
Die Sammlung wechselt, bestimmte Bilder hängen also womöglich nicht. Davos selbst ist eine grosse Kongress- und Skistadt, nicht malerisch. Die Öffnungstage wechseln mit der Saison. Das Fotografieren ist eingeschränkt.
In der Nähe
Klosters liegt talabwärts; das Landwasserviadukt an der Albulalinie im Westen.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.