Guarda
Ein Unterengadiner Dorf aus sgraffitoverzierten Häusern und der Schauplatz des Kinderbuchs Schellen-Ursli.
Guarda sitzt auf einer Terrasse über dem Inn auf etwa sechzehnhundert Metern und ist das Musterbeispiel des Engadinerhauses: dicke Mauern, tiefe Trichterfenster in ausgeschrägten Laibungen, schwere Türen und Fassaden voller Sgraffito - Muster, die durch eine helle Kalkschicht bis auf den dunkleren Putz darunter gekratzt sind, in Rosetten, Bändern und Sprüchen. Das Dorf erhielt eine eidgenössische Auszeichnung für die Erhaltung seines Ortsbildes, und die Substanz ist ungewöhnlich geschlossen. Es ist auch der Ort, an dem Selina Chonz Schellen-Ursli ansiedelte, das Bilderbuch von 1945 über einen Jungen, der die grösste Glocke für den Chalandamarz-Umzug im Frühling holt, eines der bekanntesten Kinderbücher der Schweiz, das Familien hierherbringt.
Was du tatsächlich siehst
- Sgraffitofassaden - Muster, durch Kalk bis auf den Putz darunter gekratzt.
- Die Engadiner Hausform - überall dicke Mauern und tiefe Trichterfenster.
- Den Schauplatz von Schellen-Ursli - das Dorf des Bilderbuchs von 1945.
- Ein eidgenössisch anerkanntes Ortsbild - das erhaltene Erscheinungsbild als Ganzes.
Wann du hinfahren solltest
Juni bis Oktober; Chalandamarz fällt auf den 1. März. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Das Dorf ist winzig - eine Stunde deckt es ab - und es ist ein bewohnter Ort, kein Freilichtmuseum. Es liegt weit über seiner Station, und das Postauto hinauf fährt selten. Die Ausstattung sind ein bis zwei Gasthäuser. Der Parkraum oben ist sehr begrenzt.
In der Nähe
Scuol und die Unterengadiner Bäder liegen im Osten; der Schweizerische Nationalpark im Süden.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.