Gimmelwald
Ein Bauernweiler von etwa hundert Menschen auf einem Felsabsatz, durch die Lawinenzonierung vor Überbauung geschützt.
Gimmelwald liegt auf derselben Felsterrasse wie Mürren, doch mehrere hundert Meter tiefer, und könnte kaum verschiedener sein: Es hat rund hundert Einwohner, arbeitende Ställe, Heu an den Hängen und fast keine Hotelinfrastruktur ausser einer Herberge und ein paar Zimmern. Der Grund, warum daraus nie ein Kurort wurde, ist nüchtern - der ganze Weiler ist als lawinengefährdet ausgeschieden, was jene Bautätigkeit verhinderte, die den Nachbarn verwandelte. Kühe gehen noch immer die Gasse entlang. Englischsprachigen Reisenden wurde er durch Reiseführerautoren bekannt, die ihn als Beispiel eines unverdorbenen Alpendorfs anführten, was ein stetes Rinnsal von Wandernden brachte, ohne den Ort stark zu verändern. Die Seilbahn ab Stechelberg hält hier auf dem Weg nach Mürren und aufs Schilthorn.
Was du tatsächlich siehst
- Einen arbeitenden Bauernweiler - Ställe, Heuhänge und rund hundert Einwohner.
- Eine Lawinenzonierung, die die Überbauung verhinderte - den Grund, warum er blieb, wie er ist.
- Eine Herberge statt Hotels - bewusst minimale Unterkunft.
- Dieselbe Terrasse wie Mürren - tiefer gelegen und unvergleichlich stiller.
Wann du hinfahren solltest
Juni bis September. Ein halber Tag oder eine Nacht in der Herberge.
Ehrliche Erwartungen
Es gibt keine Läden und sehr wenige Betten - buche vorab oder plane weiterzuziehen. Der Weg von Mürren hinunter ist steil. Es ist ein echtes Dorf, keine Attraktion: Die Hofarbeit hat Vortritt, und die Höfe sind privat.
In der Nähe
Mürren liegt darüber auf demselben Absatz; Stechelberg und der Talboden darunter.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.