Unterirdische Mühlen von Col-des-Roches
Wassermühlen, im siebzehnten Jahrhundert in eine Höhle gebaut, weil das Tal unterirdisch Wasser hatte und an der Oberfläche keines.
Das Tal bei Le Locle hat keinen oberirdischen Fluss - das Wasser versickert in den Kalkstein und läuft unterirdisch -, weshalb Mühlenbauer ab 1652 dorthin gingen, wo es war, Kammern an einer natürlichen Schluckstelle in den Fels schlugen und Wasserräder unter Tage auf mehreren Ebenen übereinander einbauten, die Mühlen, eine Säge und später eine Ölpresse antrieben. Es ist eine wirklich ungewöhnliche Lösung und einer der wenigen unterirdischen Mühlenkomplexe Europas. Die Anlage wurde im neunzehnten Jahrhundert aufgegeben, teils als Schlachthaus genutzt, mit Abfall gefüllt und dann ab 1973 von Freiwilligen ausgegraben und instand gesetzt. Die Besichtigungen sind geführt und steigen durch die Kammern an den rekonstruierten Rädern vorbei hinab.
Was du tatsächlich siehst
- Wasserräder in einer Höhle - auf Ebenen in geschlagenen Felskammern gestapelt.
- Ein Tal ohne oberirdischen Fluss - den Grund, warum die Mühlen unter Tage gingen.
- Nutzung ab 1652 - Mühlen, Säge und Ölpresse über zwei Jahrhunderte.
- Eine Ausgrabung von Freiwilligen - ab 1973 freigelegt und instand gesetzt.
Wann du hinfahren solltest
Ganzjährig, mit verkürzten Winterzeiten. Zwei Stunden.
Ehrliche Erwartungen
Die Besichtigungen sind geführt, zu festen Zeiten und meist auf Französisch. Unter Tage ist es kühl und feucht, mit Stufen. Le Locle ist eine arbeitende Uhrenstadt, keine touristische. Prüfe die Öffnung vor der Anreise.
In der Nähe
Le Locle und La Chaux-de-Fonds, beide UNESCO-Uhrenstädte, sind nah.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.