Centovallibahn
Eine Schmalspurstrecke von Locarno nach Italien, die durch ein Tal voller Seitenschluchten über mehr als achtzig Brücken führt.
Die Centovallilinie läuft etwa zweiundfünfzig Kilometer von Locarno über die Grenze nach Domodossola, und der Name - hundert Täler - beschreibt das Gelände, das sie queren muss: Die Melezza hat ein Haupttal eingeschnitten, in das Dutzende Seitenschluchten abfallen, weshalb die Bahn im Grunde eine Folge von Brücken und Tunneln ist, mehr als achtzig Bauwerke auf der Strecke, darunter das hohe Isornoviadukt. Sie eröffnete 1923 und ist meterspurig. Kastanienwälder bedecken die Hänge und färben sich im Oktober, und dann ist die Strecke am schönsten. Die Dörfer daran - Intragna mit seinem hohen Glockenturm, Verdasio, Camedo - sind steingebaut und meist eher von den Stationen als von Strassen aus erreichbar. In Domodossola besteht Anschluss an italienische Züge.
Was du tatsächlich siehst
- Mehr als achtzig Brücken - fast eine für jede Seitenschlucht.
- Das Isornoviadukt - das höchste Bauwerk der Strecke.
- Kastanienwälder - die sich den Oktober über an den Hängen färben.
- Steindörfer an den Stationen - Intragna, Verdasio und Camedo.
Wann du hinfahren solltest
Ganzjährig; Oktober für die Kastanienfarbe. Ein Tag.
Ehrliche Erwartungen
Es ist eine arbeitende Regionalbahn, kein Panoramazug für Reisende, die Wagen sind also gewöhnlich - was manche vorziehen. Das italienische Ende verlangt eine Planung der Rückfahrt. Wetter nimmt der Fahrt ihren Sinn. Die Stationen sind klein, mit wenig Ausstattung.
In der Nähe
Locarno und Ascona liegen am Schweizer Ende; Domodossola verbindet nach Italien.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.