Carouge
Eine von Sardinien gebaute Rasterstadt am Rand Genfs, in den 1770er Jahren als Rivalin geplant und heute sein Handwerksquartier.
Carouge gibt es, weil das Königreich Sardinien dem calvinistischen Genf wirtschaftlich schaden wollte. Ab den 1770er Jahren legten Turiner Architekten am jenseitigen Ufer der Arve eine geplante Stadt an, auf einem Raster niedriger zweigeschossiger HĂ€user mit Innenhöfen in norditalienischer Sprache, und sie wurde bewusst fĂŒr Leute anziehend gemacht, die Genf ausschloss - Katholiken, Juden und Handwerker erhielten dort Freiheiten, die sie jenseits des Flusses nicht hatten. Sie kam 1816 zur Schweiz. Die Anlage ĂŒberdauerte, weil sich die Stadt nie industrialisierte, und die Höfe und der niedrige Massstab beherbergen heute WerkstĂ€tten, Keramikerinnen, kleine Galerien, Bars und einen Samstagsmarkt, was ihr einen Charakter gibt, der sich von der Bankenstadt eine Tramfahrt entfernt deutlich unterscheidet.
Was du tatsÀchlich siehst
- Ein geplantes sardisches Raster - ab den 1770er Jahren von Turiner Architekten angelegt.
- Niedrige HÀuser mit Höfen - einen norditalienischen Massstab neben einer Schweizer Stadt.
- Eine zur Konkurrenz gebaute Stadt - Freiheiten fĂŒr jene, die Genf ausschloss.
- WerkstÀtten und einen Markt - das Handwerksquartier, zu dem die Anlage wurde.
Wann du hinfahren solltest
GanzjĂ€hrig; samstags fĂŒr den Markt. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Es ist ein Quartier statt einer SehenswĂŒrdigkeit - das VergnĂŒgen ist Gehen und Sitzen, nicht etwas Bestimmtes zu besuchen. Die LĂ€den sind sonntags und montagvormittags geschlossen. Es gelten Genfer Preise.
In der NĂ€he
Genfs Altstadt liegt jenseits der Arve; der Jet d'Eau am See.
Ăffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale SchlieĂungen Ă€ndern sich - prĂŒfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.