Zeche Zollverein
Eine geometrische Zeche und Kokerei im Ruhrgebiet, nach der Stilllegung ganz erhalten und heute ein begehbares Industriegelände mit Museen.
Illustration - eine Szene im Geist des Ortes, kein Foto davon.
UNESCO - Welterbe
Schacht 12 auf Zollverein wurde Ende der 1920er Jahre von Architekten entworfen, die die Bauhauslogik auf ein Steinkohlebergwerk anwandten: gleiche Stahlrahmen, Backsteinfüllung, alles symmetrisch um den Förderturm. Als Zeche arbeitete sie bis 1986 und die Kokerei daneben bis 1993, und statt des Abrisses wurde die ganze Anlage erhalten, gereinigt und geöffnet. Man geht heute den Weg der Kohle nach und fährt auf einer langen Außenrolltreppe in die Kohlenwäsche hinauf, die das Ruhr Museum beherbergt. Die Kokerei nebenan ist ein Kilometer aus Öfen und Rohrwerk, den man zu Fuß umrunden kann, mit einem im Sommer in einem Hof improvisierten Becken und einer im Winter zwischen den Batterien verlegten Eisbahn.
Was du tatsächlich siehst
- Den Förderturm von Schacht 12 - das rote stählerne Doppelgestell, das zum Sinnbild des ganzen Ruhrgebiets wurde.
- Das Ruhr Museum - die Geschichte der Region, in den Arbeitsebenen der alten Kohlenwäsche eingebaut.
- Die Kokerei - einen Kilometer Öfen, Gasrohre und Kühltürme, von Ende zu Ende begehbar.
- Die Rolltreppe in die Wäsche - einen langen orangefarbenen Aufstieg an der Außenseite des Gebäudes.
Wann du hinfahren solltest
Das Gelände ist täglich den ganzen Tag offen und frei, es geht also eher ums Licht als um Öffnungszeiten. Der Winter steht dem Ort: tief stehende Sonne auf rostigem Stahl und die Eisbahn an der Kokerei. Die Museen halten normale Zeiten und schließen an manchen Feiertagen. Führungen erreichen Bereiche, die sonst verschlossen sind, und die brauchen eine Buchung im Voraus.
Ehrliche Erwartungen
Es ist groß und hart befestigt, mit langen Wegen zwischen den Gebäuden und wenig Schatten oder Schutz, weshalb das Wetter den Tag entscheidet. Ein Großteil der Maschinerie sitzt hinter Glas oder Zaun, und ohne Führung oder Audioguide bleibt das industrielle Detail undurchsichtig. Das umliegende Viertel ist alltäglich. An klaren Abenden kommen Fotografierende in Zahl.
In der Nähe
Die Essener Domschatzkammer, das Ufer des Baldeneysees und der Landschaftspark im alten Duisburger Hüttenwerk.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.