Tübingen
Eine Universitätsstadt, in der Studierende auf dem Neckar staken und ein Turm sechsunddreißig Jahre lang einen Dichter beherbergte.
Die Universität wurde 1477 gegründet, und die Stadt ist seither von ihr geprägt; rund ein Viertel der Einwohner sind Studierende. Die Neckarfront, eine Reihe hoher Häuser über einer schmalen, mit Platanen bepflanzten Insel, ist das Standardbild, und flachbodige Stocherkähne werden von Studentengruppen den Fluss entlang gestakt, mit einem jährlichen Rennen im Juni. Der Dichter Friedrich Hölderlin lebte von 1807 bis zu seinem Tod 1843 in einem Turm am Flussufer, betreut von einer Schreinerfamilie nach seinem geistigen Zusammenbruch; der Hölderlinturm ist heute ein Museum. Hegel und Schelling teilten sich hier als Studenten im Stift ein Zimmer.
Was du tatsächlich siehst
- Die Neckarfront - hohe Häuser über einer platanenbepflanzten Flussinsel.
- Den Hölderlinturm - den Turm, in dem der Dichter seine letzten 36 Jahre verbrachte.
- Die Stocherkähne - von Studierenden gestakt, mit einem Rennen im Juni.
- Die Altstadt - steile Gassen und einen Marktplatz unterhalb des Schlosses.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober; das Stocherkahnrennen ist im Juni, und am lebendigsten ist die Stadt in der Vorlesungszeit. In den Semesterferien ist sie merklich ruhiger.
Ehrliche Erwartungen
Die Kahnfahrten sind meist private Studentenangelegenheiten; öffentliche Fahrten sind begrenzt. Die Altstadt ist steil. Die Museen sind montags geschlossen.
In der Nähe
Bebenhausen liegt im Norden; die Schwäbische Alb steigt im Süden auf.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.