Städel Museum
Frankfurts von Bürgern gegründete Kunstsammlung, von mittelalterlichen Tafeln bis zur Gegenwart, mit ihrem neuesten Flügel unter einer Rasenfläche voll runder Oberlichter.
Illustration - eine Szene im Geist des Ortes, kein Foto davon.
Das Städel begann 1815 als Vermächtnis: Ein Frankfurter Bankier hinterließ sein Haus, seine Bilder und sein Geld den Bürgern der Stadt statt einem Fürsten, was es zur ältesten Museumsstiftung Deutschlands macht und bis heute zu einer privaten. Siebenhundert Jahre europäische Malerei hängen in Folge, von Cranach und Vermeers Geograph über Rembrandt und Tischbeins Bildnis Goethes, hingestreckt in der römischen Campagna, bis zu Monet, Renoir und einem starken deutschen Geschoss des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Gegenwartssammlung sitzt unterirdisch in einer 2012 hinzugefügten Halle, belichtet von runden Oberlichtern, die als Blasen im Gartenrasen darüber auftauchen. Es liest sich als eine durchgehende Auseinandersetzung über Bilder statt als eine Reihe getrennter Abteilungen.
Was du tatsächlich siehst
- Tischbeins Goethe in der römischen Campagna - den Dichter im weißen Mantel hingestreckt, das Bild, das Frankfurt als sein eigenes behandelt.
- Vermeers Der Geograph - einen der ganz wenigen Vermeers in Deutschland.
- Die Gartenhallen - die unterirdische Erweiterung von 2012 mit ihrem Raster runder Oberlichter.
- Das moderne Geschoss - Beckmann, Kirchner und Picasso in Tageslichträumen.
Wann du hinfahren solltest
Ganzjährig, montags geschlossen, mit einer späten Öffnung unter der Woche, die die Räume deutlich lichtet. Große Leihausstellungen verkaufen Zeitfenster und füllen die Wochenenden vollständig, buche also vorab oder komm an einem Werktagvormittag. Der Rasen über den Gartenhallen ist im Sommer nutzbar, und der Uferweg am Museumsufer wirkt im späten Nachmittagslicht am besten.
Ehrliche Erwartungen
Frankfurts Museumsufer richtig zu machen ist teuer, und das Städel allein ist nicht billig. Die unterirdische Halle ist ansehnlich, aber in der Hochsaison stickig, und ihre niedrige Decke lässt das Gedränge schlimmer wirken, als es ist. Die Räume der alten Meister wechseln aus konservatorischen Gründen, ein bestimmtes Gemälde ist also nie zugesichert. Die englische Beschriftung ist jenseits der Höhepunkte ungleichmäßig.
In der Nähe
Der übrige Teil des Museumsufers am Südufer, der Römerberg jenseits des Flusses und der Palmengarten.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.