Speicherstadt
Der größte Lagerhauskomplex der Welt auf Holzpfählen, ab 1883 als Zollfreigebiet im Hafen errichtet.
Als Hamburg 1888 dem deutschen Zollverein beitrat, behielt es einen Freihafen, in dem Waren zollfrei gelagert und bearbeitet werden konnten, und ab 1883 wurde dafür die Speicherstadt errichtet, ein Viertel aus roten neugotischen Backsteinspeichern auf in den Marschboden gerammten Eichenpfählen, durch Kanäle getrennt, sodass Schuten auf der Wasserseite und Fuhrwerke auf der Landseite löschen konnten. Sie umfasst etwa dreihunderttausend Quadratmeter und ist der größte Komplex dieser Art der Welt. Kaffee, Tee, Gewürze und Teppiche wurden hier gelagert und sortiert. Die UNESCO nahm sie 2015 zusammen mit dem benachbarten Kontorhausviertel auf. Der Freihafenstatus endete 2013.
Was du tatsächlich siehst
- Die Backsteinspeicher - neugotische Lagerhäuser auf Eichenpfählen über dem Wasser.
- Die Fleete - arbeitende Wasserwege zwischen den Blöcken, von Brücken gequert.
- Das zweiseitige Löschen - Wasser auf der einen Seite, Straße auf der anderen.
- Die nächtliche Beleuchtung - das nach Einbruch der Dunkelheit von den Brücken aus angestrahlte Viertel.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober; das Viertel ist ganzjährig nachts stimmungsvoll, wenn es angestrahlt wird. Schiffsfahrten durch die Fleete laufen in der Saison. Die Museen darin haben normale Zeiten.
Ehrliche Erwartungen
Die meisten Speicher sind heute Büros und Museen statt arbeitender Lager. Die Fleetfahrten sind saisonal. Die Straßen sind voll mit Reisegruppen.
In der Nähe
Die Elbphilharmonie steht im Westen; das Miniatur Wunderland liegt im Viertel selbst.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.