Semperoper
Dresdens Staatsoper am Theaterplatz, Heimat eines der ältesten Orchester der Welt und zweimal nach Sempers ursprünglichem Entwurf wieder aufgebaut.
Illustration - eine Szene im Geist des Ortes, kein Foto davon.
Gottfried Semper gab Dresden 1841 sein Opernhaus, 1869 nahm es ein Feuer, und sein Sohn Manfred baute es bis 1878 nach denselben Zeichnungen wieder auf. Nach der Zerstörung 1945 wurde es ein drittes Mal errichtet und 1985 wiedereröffnet, getreu bis hin zu den bemalten Decken und der Fünfminutenuhr über der Bühne, einer Erfindung von 1841, die die Zeit in Ziffern anzeigt, damit Zuspätkommende nichts anderes behaupten können. Das Hausorchester, die Sächsische Staatskapelle, wurde 1548 gegründet und gehört zu den ältesten überhaupt. Diese Bühne erlebte die Uraufführungen von Wagners Der fliegende Holländer und Tannhäuser sowie von Strauss' Salome, Elektra und Der Rosenkavalier, und der Spielplan stützt sich bis heute stark auf beide Komponisten.
Was du tatsächlich siehst
- Den Zuschauerraum - vier Ränge in Creme, Gold und Rot, nach den Originalplänen wiederhergestellt.
- Die Fünfminutenuhr - eine Ziffernuhr über dem Proszenium, seit dem ersten Haus an Ort und Stelle.
- Die Staatskapelle - das Hausorchester, das seit 1548 ununterbrochen spielt.
- Den Theaterplatz - den Platz draußen, gerahmt von Zwinger und Hofkirche.
Wann du hinfahren solltest
Die Spielzeit läuft vom Herbst bis in den Frühsommer, wobei das Haus im Hochsommer für mehrere Wochen dunkel bleibt und nur Führungen stattfinden. Karten für das bekannte Repertoire gehen schnell weg, und die besten Sichtplätze verkaufen sich zuerst. Die täglichen Führungen liegen zwischen den Proben, ihre Zeiten stehen also erst spät fest; kauf sie nach Möglichkeit am selben Morgen an der Kasse.
Ehrliche Erwartungen
Die Führungstermine hängen an den Probenplänen und können am Tag selbst ohne Vorwarnung entfallen. Billige Plätze auf den oberen Rängen haben eingeschränkte Sicht, und die Logen sind eng. Die Kleidung ist förmlicher, als die meisten Besucher erwarten. Karten für die berühmten Opern sind teuer und oft Monate im Voraus weg, und einen günstigen Stehplatz als Rückfalloption gibt es nicht.
In der Nähe
Der Zwinger, die Hofkirche, die Brühlsche Terrasse an der Elbe und das Residenzschloss.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.