Oberammergau
Ein Dorf, das seit 1634 alle zehn Jahre ein Passionsspiel aufführt, gespielt nur von Einheimischen.
Im Jahr 1633 gelobten die Dorfbewohner während eines Pestausbruchs, alle zehn Jahre ein Spiel von der Passion aufzuführen, wenn das Sterben aufhöre; die erste Aufführung war 1634, und seither wird es fast jedes Jahrzehnt gespielt, mit Unterbrechungen durch Kriege und, zuletzt, einer Verschiebung um zwei Jahre auf 2022. Mitspielen dürfen nur im Dorf Geborene oder seit einer festgelegten Zahl von Jahren dort Wohnende, und rund zweitausend der fünftausend Einwohner sind als Darsteller, Chor oder Mannschaft beteiligt. Die Holzschnitzerei ist das andere Gewerbe, gelehrt an einer staatlichen Schule hier. Viele Häuser tragen bemalte Fassaden in der Tradition der Lüftlmalerei.
Was du tatsächlich siehst
- Das Passionstheater - ein eigens gebautes Haus, alle zehn Jahre genutzt.
- Die bemalten Häuser - Lüftlmalerei-Fassaden durch das Dorf hindurch.
- Die Holzschnitzerei - Werkstätten und eine staatliche Schule, die das Handwerk lehrt.
- Das Dorfmuseum - die Geschichte des Spiels und Schnitzsammlungen.
Wann du hinfahren solltest
Grundsätzlich Mai bis Oktober; das Spiel selbst läuft nur in Jahren mit der Endziffer null von Mai bis Oktober, dann ist das Dorf weit im Voraus ausgebucht. Sonst ist es ruhig.
Ehrliche Erwartungen
Das Spiel findet einmal im Jahrzehnt statt, und die Tickets sind Jahre im Voraus verkauft. Außerhalb dieser Jahre gibt es nur das leere Theater und das Museum. Vieles verkaufte Schnitzwerk ist eingeführt.
In der Nähe
Linderhof liegt im Südwesten; das Kloster Ettal ist nah.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.