Nördlingen
Eine Stadt in einem Meteoritenkrater, gebaut aus Gestein mit mikroskopischen Diamanten vom Einschlag.
Das Nördlinger Ries ist ein kreisrundes Becken von etwa vierundzwanzig Kilometern Durchmesser, lange für vulkanisch gehalten, bis Eugene Shoemaker und Edward Chao 1960 in seinem Gestein geschockten Quarz nachwiesen und zeigten, dass es durch einen Meteoriteneinschlag vor rund vierzehneinhalb Millionen Jahren entstand. Apollo-Astronauten trainierten hier 1970, um Einschlagsgeologie zu lernen. Die Stadt liegt in der Mitte und ist weitgehend aus Suevit gebaut, der Einschlagsbrekzie, die durch den Schock entstandene mikroskopische Diamanten enthält; allein der Kirchturm soll mehrere Tonnen davon enthalten, zu klein, um sie zu gewinnen. Die Stadtmauer ist vollständig und rundum begehbar.
Was du tatsächlich siehst
- Die vollständige Mauer - eine Runde, ganz herum begehbar, streckenweise überdacht.
- Den Einschlagsstein - Gebäude aus Suevit mit mikroskopischen Diamanten.
- Den Daniel - einen 90 Meter hohen Kirchturm, für den Blick über den Krater bestiegen.
- Das Rieskratermuseum - die Geologie des Kraters und die Geschichte des Apollo-Trainings.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober; der Turmaufstieg gibt bei guter Sicht das klarste Gefühl für den Kraterrand. Die Stadt ist weit ruhiger als Rothenburg.
Ehrliche Erwartungen
Der Krater ist nur vom Turm oder mit einer Karte lesbar; am Boden sieht er wie gewöhnliches Land aus. Die Diamanten sind weder zu sehen noch zu gewinnen.
In der Nähe
Dinkelsbühl liegt im Norden; die Harburg im Süden.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.