Mittenwald
Eine Geigenbaustadt seit 1684, mit Häusern, über deren ganze Fassaden Szenen gemalt sind.
Matthias Klotz kehrte um 1684 nach einer Ausbildung in Italien nach Mittenwald zurück und begann, Geigen zu bauen; das Handwerk verbreitete sich in der Stadt und wurde ihr Hauptgewerbe, getragen von örtlicher Fichte und Ahorn, mit Instrumenten, die über die Bozener Messen in ganz Europa verkauft wurden. Eine staatliche Geigenbauschule besteht bis heute, und Werkstätten sind in der Stadt geblieben, mit einem Museum über das Handwerk. Die Häuser tragen Lüftlmalerei, bemalte Fassaden mit religiösen Szenen, Scheinarchitektur und Figuren, eine regionale Tradition. Das Karwendel steigt unmittelbar dahinter auf, mit einer Seilbahn zu einer Aussichtsplattform in über zweitausend Metern.
Was du tatsächlich siehst
- Die Geigenwerkstätten - ein Handwerk, in der Stadt seit 1684 ununterbrochen.
- Die Lüftlmalerei - ganze Fassaden, mit Szenen und Scheinarchitektur bemalt.
- Das Geigenbaumuseum - Werkzeuge, Instrumente und die Geschichte des Gewerbes.
- Die Karwendelbahn - eine Seilbahn zu einer Plattform über zweitausend Metern.
Wann du hinfahren solltest
Mai bis Oktober zum Wandern und der Winter zum Skifahren; in den Zwischenmonaten ist die Stadt ruhig. Die Werkstätten haben Arbeitszeiten, und manche empfangen Besucher nach Absprache.
Ehrliche Erwartungen
Werkstätten sind Betriebe, keine Sehenswürdigkeiten, und der Zugang ist unterschiedlich. Die Seilbahn schließt bei starkem Wind. Die Stadt ist klein und rasch abgegangen.
In der Nähe
Garmisch-Partenkirchen liegt im Norden; die österreichische Grenze im Süden.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.